Der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis informiert regelmäßig über neue Beschäftigungs- und Fördermöglichkeiten sowie über wichtige Gesetzes-änderungen und Grundsatzurteile auf dieser Seite sowie wöchentlich wechselnd im WochenSpiegel Merseburg-Querfurt bzw. Halle und Umland unter dem Titel „Der Eigenbetrieb für Arbeit informiert“ sowie gelegentlich im Offenen Kanal Merseburg bzw. Wettin.
Der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis informiert
Neuer Jobcenter-Chef ist optimistisch
Seit genau einem Monat ist der langjährige Geschäftsführer der Agentur
für Arbeit Merseburg, Dr. Gert Kuhnert, Betriebsleiter des Eigenbetriebes
für Arbeit - Jobcenter Saalekreis. Im Folgenden antwortet er auf einige
Fragen zu seinen ersten Eindrücken und nächsten Absichten.
Welche ersten Erkenntnisse haben Sie in den ersten Wochen ihrer Arbeit erlangt?
Eins kann man vorweg sagen: Das Jobcenter ist besser als sein Ruf. Das bezieht sich in erster
Linie auf die engagierten Mitarbeiter/innen, die mich sehr freundlich aufgenommen haben
und in vielfältiger Weise zum Ausdruck brachten, mit allen Kräften im Interesse der Kunden
wirksam zu werden. Damit hatte ich in dieser Intensität nicht gerechnet und darauf kann man
bauen.
Heißt das, es bleibt alles beim Alten?
Keineswegs. Es gibt einige Verbesserungspotentiale. Anstelle der bisherigen Ein-Mann-
Betriebsleitung gibt es nun eine Geschäftsführung, zu der außer mir die Leiter des
Haushaltsbereichs, des Leistungsbereichs und des Bereichs Eingliederung in Arbeit gehören.
Vor allem im Bereich Eingliederung in Arbeit/Arbeitgeberservice soll noch effektiver und
wirksamer werden, um die zweifellos vorhandenen regionalen Arbeitsplatzreserven schneller
und stärker für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen nutzen zu können.
Auch im Bereich Annahme und Bearbeitung der Leistungsanträge sind Vereinfachungen
geplant, die im Interesse der Kunden liegen.
Viele Langzeitarbeitslose müssen gefördert werden. Stehen denn dafür ausreichende
Finanzmittel zur Verfügung?
Auch das Jobcenter Saalekreis ist von der Kürzung der Bundesmittel betroffen. Ich gehe aber
davon aus, dass darüber für die Zukunft noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, denn die
Vorbereitung von Langzeitarbeitslosen auf die Arbeitswelt wird immer aufwändiger - auch
finanziell. Deshalb erscheint es für mich nicht sinnvoll, dass die Mittelkürzungen linear zu der
Abnahme der Zahl der Bedarfsgemeinschaften vollzogen werden.
Wie schätzen Sie die Chancen der Langzeitarbeitslosen ein, wieder in regulären
Arbeitsstellen tätig werden zu können?
Natürlich ist die Vermittlung schwieriger als im Bereich der Bundesagentur für Arbeit. Aber
die Zeit arbeitet für uns: Die demografische Entwicklung führt immer stärker dazu, dass auch
Langzeitarbeitslose - wenn sie in einem unserer Projekte zielstrebig qualifiziert worden sind -
auf dem regionalen Arbeitsmarkt gefragt sind.
In den nächsten Jahren werden die von uns betreuten erwerbsfähigen Hilfebedürftigen eine
wichtige Arbeitskräfte-Reserve darstellen. Die Aufgabe des Jobcenters wird es sein, das zu
nutzen. Eins steht für mich fest: Wer den Wunsch hat, zu arbeiten, dem werden wir in naher
Zukunft die Möglichkeit dazu eröffnen und ihn dabei wirksam unterstützen.
(Die Fragen stellte Horst Jahns)
Pressemitteilung vom 02.05.2012
April-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis:
Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter gesunken
Verbesserungen gegenüber Vormonat und Vorjahr
Wie in Land und Bund ist im April auch im Saalekreis ein Rückgang der
Langzeitarbeitslosenzahl festzustellen. Anstelle von 7 468 Betroffenen im März
sind aktuell 7 348 Personen langzeitarbeitslos, also 120 Betroffene und damit
1,6% weniger als im Vormonat. Noch stärker fällt der Rückgang im Vergleich
zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres aus: Im April 2011 waren 7 722 Personen
langzeitarbeitslos; 374 bzw. 4,8 % mehr als jetzt.
Auch bei den Langzeitarbeitslosen über 55 Jahren gab es einen Rückgang:
Während im März 1 103 Personen betroffen waren, sind es im April noch 1 064.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl gem.
Hochrechnung gegenüber dem Vormonat leicht verringert: Aktuell werden 17
415 betroffene Personen betreut. Im März waren es 17 421 Leistungsempfänger,
also sechs Personen mehr - im April des Vorjahres jedoch 17 632, also 217
Frauen und Männer bzw. rund 1,3% mehr als jetzt.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften liegt mit 12 907 ebenfalls unter dem
Märzwert von 12 931 und deutlich unter dem Vorjahreswert von 13 172.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen
Erwerbseinkommens, eigener Selbständigkeit oder Arbeitslosengeld I Anspruch
auf zusätzliches Alg II haben - liegt mit 5 824 betroffenen Personen insgesamt
auf dem Niveau des Vormonats (5 814), aber über dem Vorjahresniveau (5 694).
Dabei sank die Zahl derer, die ein zu niedriges Arbeitslosengeld I beziehen, um
zwei Personen (509 statt 511); die Zahl derer, die ein nicht ausreichendes
eigenes Arbeitseinkommen haben, stieg um zwei Betroffene von 4 928 im
Vormonat auf aktuell 4 930. Bei denjenigen, die ein unzureichendes Einkommen
aus selbständiger Arbeit beziehen, stieg die Zahl von 375 auf 385.
Zu den aktuellen Zahlen sagte der Leiter des Eigenbetriebes - Jobcenter
Saalekreis, Dr. Gert Kuhnert, der Rückgang der Gesamtzahl der
Langzeitarbeitslosen sei vor allem durch die Vermittlungsbemühungen des
Jobcenters und den Frühjahrsaufschwung am regionalen Arbeitsmarkt bedingt,
der in größerem Maße als bisher auch qualifizierte Langzeitarbeitslose erfasst
hat.
Pressemitteilung vom 30.04.2012
Ausbildungsmesse "PERSPEKTIVE 2012" auch für Jobcenter-Kunden
Bei der Ausbildungs- und Studienmesse am Sonnabend, dem 05. Mai 2012 von
10 bis 14 Uhr im Ständehaus Merseburg sind auch junge Kunden des
Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis herzlich willkommen.
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Agentur für
Arbeit sowie zahlreichen Arbeitgebern und Institutionen wird vor Ort ein sehr
breites Spektrum von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten angeboten. Es
gibt Angebote und Informationen in nahezu allen Ausbildungsberufen von
Arbeitgebern der Region.
Zur Messe sind auch Mitarbeiter des Eigenbetriebes/Jobcenters anwesend,
die an einem eigenen Stand konkrete Informationen zu Bewerbungen geben und
Ausbildungsstellen anbieten. Sie helfen auch bei der Formulierung und Abgabe
von Bewerbungen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.merseburg.de.
Pressemitteilung vom 13.04.2012
Neues Anerkennungsgesetz:
Auslands-Berufsabschlüsse schneller anerkannt
Wie der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis mitteilt, ist am 1.4. das
Anerkennungsgesetz in Kraft getreten. Damit haben alle Personen mit einem im
Ausland erworbenen Berufsabschluss einen Anspruch auf Überprüfung der
Gleichwertigkeit ihrer ausländischen Berufsqualifikation mit einem deutschen
Berufsabschluss.
Die Gleichwertigkeitsprüfung ist bei einigen Berufen (z.B. Lehrer)
Voraussetzung für die Berufsausübung, bei den meisten Ausbildungsberufen
schafft sie Transparenz über ausländische Berufsqualifikationen. Darüber hinaus
wird die Integration von Migrantinnen und Migranten in den deutschen
Arbeitsmarkt erleichtert und bietet eine bessere Grundlage für anschließende
Qualifizierungsmaßnahmen.
Für die gebührenpflichtige Gleichwertigkeitsprüfung sind in der Regel die
Kammern (Handwerkskammer bzw. IHK) zuständig. Sie sollen nach maximal
drei Monaten entscheiden.
Für Kunden des Jobcenter Saalekreis können die Kosten der
Gleichwertigkeitsprüfung übernommen werden, wenn dies für die Eingliederung
in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich ist.
Im Rahmen der Förderung der beruflichen Weiterbildung können gemäß SGB II
auch Anpassungsqualifizierungen vom Jobcenter gefördert werden.
Interessenten mit im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen (Deutsche oder
Ausländer) erhalten beim Jobcenter Saalekreis genauere Auskünfte durch ihren
Kundenberater.
Bundesweit ist eine Hotline geschaltet mit der Rufnummer 030-1815-1111.
Hier werden montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr Auskünfte in Deutsch und
Englisch erteilt.
Im Internet findet man Details auf der Website www.anerkennung-in-deutschland.de.
de.
Beirat für Jobcenter
Das Sozialgesetzbuch II fordert für jedes Jobcenter einen "örtlichen Beirat",
der das Jobcenter vor allem bei der Auswahl und Gestaltung der Eingliederungsmaßnahmen
für Langzeitarbeitslose berät. Aufgaben und Mitglieder des Beirats werden im Folgenden
vorgestellt.
Aufgaben
Das Jobcenter Saalekreis betreut nach Übernahme der Leistungsempfänger des früheren
Saalkreises mehr als 7 000 Langzeitarbeitslose und etwa 13 000 Bedarfsgemeinschaften.
Zwar haben diese Zahlen seit Jahren eine abnehmende Tendenz - vor allem durch
erfolgreiche Vermittlungstätigkeit - dennoch sollen die Anstrengungen im Jobcenter weiter
erhöht werden, denn noch immer sind knapp 70% aller Erwerbslosen des Saalekreises
Langzeitarbeitslose.
In den Beirat wurden demzufolge vor allem solche Persönlichkeiten berufen, deren Tätigkeit
eng mit dem regionalen Arbeitsmarkt verbunden ist und deren Mitgliedschaft im Beirat
Impulse für eine optimale Gestaltung von Eingliederungsmaßnahmen verspricht.
Das hat erhöhte Bedeutung angesichts begrenzter Bundesmittel. Vor diesem Hintergrund
müssen vermittlungsvorbereitende Maßnahmen besonders effizient sein.
Der Beirat beschloss in seiner jüngsten Zusammenkunft, in diesen Fragen eng mit dem
Eigenbetriebsausschuss des Kreistages Saalekreis zusammenzuarbeiten.
Mitglieder
Zu den Beiratsmitgliedern zählt als Vorsitzender der Landrat des Saalekreises
Frank Bannert, der zugleich Vorsitzender des Eigenbetriebsausschusses des
Kreistages ist und die Arbeit des Eigenbetriebes bzw. Jobcenters seit Jahren aktiv begleitet.
Dr. Thomas Brockmeier ist seit Beginn letzten Jahres Hauptgeschäftsführer der
Industrieund Handelskammer Halle-Dessau. Die IHK ist eine branchenübergreifende Selbstverwaltung
der Wirtschaft im Süden Sachsen-Anhalts und vereint mehr als 50 000 Unternehmen.
Udo Gebhardt ist Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Sachsen-Anhalt
und seit nunmehr zwanzig Jahren arbeitsmarktpolitisch orientiert.
Elke Ronneberger ist Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der
Freien Wohlfahrtspflege im Saalekreis.
Thomas Keindorf ist seit fast zehn Jahren Präsident der Handwerkskammer Halle - einem
Zusammenschluss von 15 000 Handwerksunternehmen mit 71 000 Beschäftigten. Er ist
darüber hinaus Mitglied des Landtages.
Manfred Scherschinski ist langjähriger Präsident des Statistischen Landesamtes
Sachsen-Anhalt und verfolgt in dieser Funktion aktiv die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes.
Mit dieser Zusammensetzung des Beirats wird der gesetzlichen Forderung entsprochen, dass
ihm vor allem Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie der Kammern angehören. Das bietet die
Gewähr dafür, dass der örtliche Beirat Erfolg versprechend tätig wird und zu einer weiteren Senkung
der Langzeitarbeitslosenzahl beitragen kann.
Pressemitteilung vom 29.03.2012
März-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - JobcenterSaalekreis:
Zahl der Langzeitarbeitslosen wieder gesunken
Verbesserungen gegenüber Vormonat und Vorjahr
Wie in Land und Bund ist im März auch im Saalekreis ein Rückgang der
Langzeitarbeitslosenzahl festzustellen. Anstelle von 7 558 Betroffenen im
Februar sind aktuell 7 468 Personen langzeitarbeitslos, also 90 Betroffene und
damit 1,2% weniger als im Vormonat. Noch stärker fällt der Rückgang im
Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres aus: Im März 2011 waren
7 799 Personen langzeitarbeitslos; 331 bzw. 4,4% mehr als jetzt.
Bei den Langzeitarbeitslosen über 55 Jahren ist gegenüber dem Vormonat erneut
ein Rückgang zu verzeichnen: Während im Februar 1 140 Personen betroffen
waren, sind es derzeit 1 103, also 37 ältere Frauen und Männer weniger.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl
gegenüber dem Vormonat erhöht: Aktuell werden 17 421 betroffene Personen
betreut. Im Februar waren es 17 558 Leistungsempfänger, also 137 Personen
weniger - im März des Vorjahres jedoch 17 763, also 342 Frauen und Männer
mehr.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften liegt mit 12 931 ebenfalls geringfügig über
dem Februarwert von 12 802, aber deutlich unter dem Vorjahreswert von
13 152.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen
Erwerbseinkommens, eigener Selbständigkeit oder Arbeitslosengeld I Anspruch
auf zusätzliches Alg II haben - gab leicht nach und liegt mit 5 814 betroffenen
Personen insgesamt knapp unter der Februar-Marke (5 919) und etwa auf
Vorjahresniveau (5 857). Dabei stieg die Zahl derer, die ein zu niedriges
Arbeitslosengeld I beziehen, um 32 Personen (511 statt 479); die Zahl derer, die
ein nicht ausreichendes eigenes Arbeitseinkommen haben, sank um 128
Betroffene von 5 056 im Vormonat auf aktuell 4 928. Bei denjenigen, die ein
unzureichendes Einkommen aus selbständiger Arbeit beziehen, sank die Zahl
von 384 auf 375.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im März nach vorläufigen
Angaben 4 248 Personen einbezogen werden. Gegenüber dem Vormonat (3 998)
sind das 250 Personen bzw. 5,9% mehr.
Zu den aktuellen Zahlen sagte die amtierende Leiterin des Eigenbetriebs für
Arbeit - Jobcenter Saalekreis, Anke Gaudig, der Rückgang der Gesamtzahl der
Langzeitarbeitslosen sei vor allem durch einen sich abzeichnenden
Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt bedingt, der in abgeschwächter Form
auch Langzeitarbeitslose erfasst.
Obwohl die Mittel für aktive Arbeitsmarktförderung 2012 um 25% gekürzt
wurden, habe die Zahl der Maßnahmeteilnehmer wieder erhöht werden können.
Pressemitteilung vom 23.03.2012
Ab 1. April: Reform der aktiven Arbeitsmarktförderung
Entsprechend dem "Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am
Arbeitsmarkt" vom 20.12.2011 treten bei der Grundsicherung für
Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II ("Hartz IV") ab 1. April eine
Reihe von Änderungen in Kraft, über die der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter
Saalekreis informiert.
Bei den Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung wird mit
dem neuen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ein alternatives
Gutscheinverfahren eingeführt. Damit sollen die Möglichkeiten individueller
und bedarfsgerechter Unterstützung weiter ausgebaut werden. Der bisherige
Vermittlungsgutschein für die Beauftragung privater Arbeitsvermittler bleibt
jedoch als Möglichkeit erhalten.
Die mögliche Dauer einer betriebsnahen Erprobungsphase (Praktikum) bei
einem Arbeitgeber wird für Langzeitarbeitslose und junge Menschen mit
schweren Vermittlungshemmnissen von bisher vier auf zwölf Wochen
verlängert.
Auch die gezielte Förderung der beruflichen Weiterbildung wird zukünftig die
Vermittlung auf den Arbeitsmarkt verbessern.
Ab April wird es nur noch zwei Instrumente der öffentlich geförderten
Beschäftigung geben: Arbeitsgelegenheiten (AGH) mit
Mehraufwandsentschädigung sowie Arbeitsverhältnisse durch Zuschüsse zum
Arbeitsentgelt.
Gleichzeitig fallen die bisherigen AGH-Entgeltvarianten weg.
Für Selbständige wird es ab April auch die Möglichkeit geben, gezielt Beratung
und Kenntnisvermittlung zu fördern. Das schließt auch die Möglichkeiten eines
geförderten Coaching und der Begleitung bei der Unternehmensabwicklung zur
Vermeidung von Überschuldung ein.
Für weitergehende Informationen und Beratungen zu den neuen Möglichkeiten,
stehen die Kundenberater des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis
gern zur Verfügung. Gesprächstermine können unter 03461-2440 angefragt werden.
Pressemitteilung vom 29.02.2012
Februar-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis:
Leichte Steigerung bei Langzeitarbeitslosen
Rückgang bei Älteren
Wie in Land und Bund ist im Februar auch im Saalekreis ein leichter Anstieg
der Langzeitarbeitslosenzahl festzustellen. Anstelle von 7 540 Betroffenen im
Januar sind aktuell 7 558 Personen langzeitarbeitslos, also 18 Betroffene und
damit 0,2% mehr als im Vormonat.
Bei den Langzeitarbeitslosen über 55 Jahren dagegen ist gegenüber dem
Vormonat ein Rückgang zu verzeichnen: Während im Januar 1167 Personen
betroffen waren, sind es derzeit 1140, also 27 ältere Frauen und Männer weniger.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl in
gleichem Maße wie bei den Langzeitarbeitslosen erhöht: Aktuell werden 17 388
betroffene Personen betreut. Im Januar waren es 17 327 Leistungsempfänger.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften liegt mit 12 911 ebenfalls geringfügig über
dem Januarwert von 12 874.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen
Erwerbseinkommens, eigener Selbständigkeit oder Arbeitslosengeld I Anspruch
auf zusätzliches Alg II haben - verharrt auf hohem Niveau und liegt mit 5 919
betroffenen Personen insgesamt knapp unter der Januar-Marke (6 022).
Dabei stieg die Zahl derer, die ein zu niedriges Arbeitslosengeld I beziehen, um
12 Personen (479 statt 467); die Zahl derer, die ein nicht ausreichendes eigenes
Arbeitseinkommen haben, sank um 98 Betroffene von 5 154 im Vormonat auf
aktuell 5 056. Bei denjenigen, die ein unzureichendes Einkommen aus
selbständiger Arbeit beziehen, sank die Zahl von 401 auf 384.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im Februar nach
vorläufigen Angaben 3 998 Personen einbezogen werden. Gegenüber dem Vormonat
(4 076) sind das 78 Personen bzw. 1,9% weniger.
Zu den aktuellen Zahlen sagte die amtierende Leiterin des Eigenbetriebs -
Jobcenter Saalekreis, Anke Gaudig, dass der geringe Anstieg der Gesamtzahl
der Langzeitarbeitslosen saisonbedingt sei.
Der Rückgang bei der Zahl der Personen, die in Maßnahmen der aktiven
Arbeitsförderung einbezogen werden konnten, resultiere vor allem aus der
Tatsache, dass eine Reihe von Maßnahmen zum Jahresende 2011 ausgelaufen
sind und wegen der Mittelbegrenzung 2012 nicht verlängert werden konnten.
Obwohl die Mittel für 2011 und 2012 insgesamt um 55% gekürzt wurden, habe sich die Zahl
der Maßnahmeteilnehmer in weit geringerem Maße verringert.
Wichtige Änderungen beim "Gesunden Frühstück"
Appell an Eltern
Wie das Jobcenter Saalekreis mitteilt, muss die seit 2009 laufende Aktion
"Gesundes Frühstück" in 38 Grundschulen des Saalekreises mit dem heutigen
Tage auslaufen.
Bisher haben rund 80 Frauen in den Grund- und Förderschulen ein gesundes und
abwechslungsreiches Frühstück bereitet.
Infolge von Kürzungen der dafür zur Verfügung stehenden Finanzmittel ist die
Aktion ab 1. März nur noch in sehr eingeschränkter Form möglich.
In den beiden Förderschulen Merseburg und Mücheln wird das tägliche gesunde
Frühstück noch bis Jahresende aufrechterhalten. In den anderen Grundschulen
können ab März nur noch zweimal vier Frauen in sogenannten fliegenden
Teams in größeren Abständen wirksam werden. Bereits bei dieser eingeschränkten
Form der Aktion "Gesundes Frühstück" ist die Beteiligung von Sponsoren,
Schulen, Kommunen, Vereinen und Eltern wichtig und ohne deren Engagement
müsste die Aktion ab Februar 2013 gänzlich eingestellt werden. Eltern von
Grundschülern, die Kunden des Jobcenters sind, werden in diesem
Zusammenhang nochmals darauf hingewiesen, dass sie im Rahmen des
"Bildungs- und Teilhabepakets für Kinder und Jugendliche" die Möglichkeit
haben, beim Jobcenter die Teilnahme ihrer Kinder am Schüler-Mittagessen zu
beantragen. Dabei ist lediglich ein eigener Beitrag von einem Euro je
Mittagsessen zu leisten.
Im Übrigen geht der Appell an alle Eltern, selbst für ein regelmäßiges Frühstück
ihrer Schulkinder zu sorgen. Von einer gesunden täglichen Erstmahlzeit sind
nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen Lernbereitschaft, Wachstum
und Lebensfreude der Kinder in hohem Maße abhängig.
Der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis informiert
Lebenshilfe durch Bürgerarbeit
Wie geplant, sind 290 bisher langzeitarbeitslose Frauen und Männer aus dem Saalekreis
inzwischen in der Bürgerarbeit tätig. Zwei der 290 Bürgerarbeiter und ihre Tätigkeit werden im
folgenden vorgestellt.
Die beiden Mittvierzigerinnen Birgit Hoffmann und Sabine Weiser haben ihre regulären
Arbeitsstellen im Verpflegungsbetrieb der Leunawerke bzw. bei der Leuwo-Altenpflege
schon lange verloren. Acht Jahre sind seitdem bei Birgit Hoffmann vergangen, lange achtzehn
Jahre bei Sabine Weiser. Aufgegeben haben beide nie. Immer wieder sprachen sie bei ihrem
Berater im Eigenbetrieb vor, aber mehr als eine ABM-Stelle oder ein Ein-Euro-Job sprang
dabei nicht heraus. Bis 2010 das vielversprechende Bundesprojekt der Bürgerarbeit sich auch
für den Saalekreis abzeichnete. Da haben beide wieder "Hier!" gerufen. Mit Erfolg.
Seit August vergangenen Jahres sind die beiden fleißigen Frauen beim Verein Lebenshilfe
e.V. in ihrem Heimatort Bad Dürrenberg als Sozialhelfer tätig. Als ZUSÄTZLICHE
Sozialhelfer allerdings, denn reguläre Arbeitsplätze im Pflegebereich dürfen durch die
Bürgerarbeit nicht gefährdet werden. 30 Wochenstunden umfasst ihr Vertrag und 900 Euro
brutto bringt die sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ein. Drei Jahre stehen sie dem
rührigen Dürrenberger Lebenshilfe-Verein zur Seite. "Wir haben sofort gemerkt, dass die
beiden ein Glücksfall für uns sind", sagt Vereinschefin Karin Hirschel. Sie meint damit vor
allem den unermüdlichen Einsatzwillen der beiden Bürgerarbeiterinnen, die weit über ihre 30
Wochenstunden hinaus so manchen Einsatz ehrenamtlich dazugeben.
Behinderte profitieren
Die aufopferungsvolle Arbeit der beiden Bürgerarbeiterinnen an der Seite von Karin Hirschel
und Ex-Vereinschefin Inge Deckner gilt den etwa 50 geistig und körperlich Behinderten im
Umfeld der Lebenshilfe-Station in der Bad Dürrenberger Leipziger Straße. "Da hat der Tag
manchmal kein Ende" sagt Sabine Weiser, die eben noch einen Behinderten zu einer
Behördensprechstunde nach Halle begleitet hat. Sie erzählt, dass Behinderte gelegentlich auch
abends bei ihr zu Hause anrufen und um Rat bitten. Wir sind über den betreuerischen Alltag
hinaus bei Vereinsabenden dabei und auf vielen öffentlichen Veranstaltungen präsent, um den
Bekanntheitsgrad zu erhöhen und Unterstützung auszubauen, berichtet Birgit Hoffmann.
"Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl" sagen beide und die Vereinschefin ergänzt, dass
die Lebenshilfe-Station vor Beginn der Bürgerarbeit nur einmal in der Woche geöffnet war,
nun aber fünfmal wöchentlich Mitglieder und Nichtmitglieder betreuen kann.
Nicht ganz sorgenfrei blicken Vereinsvorstand und Bürgerarbeiterinnen in die Zukunft: Was
wird nach dem Auslaufen der dreijährigen Bürgerarbeit im Juli 2014? Und was wird aus dem
Vereinsquartier in der Leipziger Straße, das gemäß Stadtratsbeschluss verkauft werden soll?
Vielleicht finden sich ja Lösungen für beide Probleme.
Im Moment jedenfalls herrscht im Vereinshaus Freude. Trotz vieler Arbeit. Oder vielleicht
gerade deshalb. Denn Lebenshilfe für Behinderte zu leisten, das bedeutet glücklicherweise
auch Lebenshilfe für die Bürgerarbeiterinnen Birgit Hoffmann und Sabine Weiser - für zwei
von 290.
Pressemitteilung vom 31.01.2012
Januar-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis:
Mehr Langzeitarbeitslose
Rückgang bei Jugendlichen
Wie in Land und Bund ist im Januar auch im Saalekreis insgesamt ein Anstieg der Langzeitarbeitslosenzahl
festzustellen. Anstelle von 7 379 Betroffenen im Dezember sind aktuell 7 540 Personen langzeitarbeitslos,
also 161 Betroffene und damit 2,1% mehr als im Vormonat.
Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren dagegen ist gegenüber dem Vormonat ein Rückgang zu verzeichnen:
Während im Dezember 622 junge Leute betroffen waren, sind es derzeit 596, also 26 Jugendliche bzw.
4,2% weniger.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl in gleichem Maße wie bei den
Langzeitarbeitslosen erhöht: Aktuell werden 17 327 betroffene Personen betreut. Im Dezember waren es
17 190 Leistungsempfänger.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften liegt mit 12 874 ebenfalls geringfügig über dem Dezemberwert von
12 812.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen Erwerbseinkommens, eigener
Selbständigkeit oder Arbeitslosengeld I Anspruch auf zusätzliches Alg II haben - verharrt auf hohem
Niveau und liegt mit 6 022 betroffenen Personen dicht bei der Dezember-Marke (6 032).
Dabei stieg die Zahl derer, die ein niedriges Arbeitslosengeld I beziehen, um 43 Personen (467 statt 424),
die Zahl derer, die ein unzureichendes eigenes Arbeitseinkommen haben, sank um 52 Betroffene von 5 206
im Vormonat auf aktuell 5 154. Bei denjenigen, die ein unzureichendes Einkommen aus selbständiger Arbeit
beziehen, blieb die Zahl fast gleich (401 statt 402).
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im Januar nach vorläufigen Angaben 4 076 Personen
einbezogen werden. Gegenüber dem Vormonat (4 384) sind das 308 Personen bzw. 7% weniger.
Zu den aktuellen Zahlen sagte die amtierende Leiterin des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis,
Anke Gaudig, der Anstieg der Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen sei saisonbedingt.
Der Rückgang bei der Zahl der Personen, die in Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung einbezogen werden
konnten, resultiere vor allem aus der Tatsache, dass eine Reihe von Maßnahmen zum Jahresende auslief.
Bei den Maßnahmen, durch die eine Verbesserung der Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erreicht werden
soll, habe es jedoch eine Steigerung der Teilnehmerzahl von 1 441 im Dezember auf aktuell 1 830 Personen
gegeben.
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis informiert
2011 - Jahr mit Erfolgen
Im Verlauf des zu Ende gegangenen Jahres ist die Zahl der
Langzeitarbeitslosen im gesamten Saalekreis von 7 435 Personen im
Dezember 2010 auf 7 379 Personen im Dezember 2011 gesenkt worden.
Über weitere Ergebnisse der Tätigkeit des Jobcenters wird in den folgenden
Zeilen berichtet.
Während die Langzeitarbeitslosenzahl überregional stagnierte, zählte der Saalekreis zu den
wenigen Landkreisen, in denen im Verlauf des Jahres eine Verringerung erzielt werden konnte.
Vor der Optionserweiterung zum 01.01.2011 wurden im Altlandkreis Merseburg-Querfurt
9 838 Bedarfsgemeinschaften mit 13 291 erwerbsfähigen Hilfebedürftigen betreut.
Im Dezember 2011 erhielten 12 812 Bedarfsgemeinschaften mit 17 190 erwerbsfähigen
Hilfebedürftige im gesamten Saalekreis Alg II-Leistungen des Jobcenters aus einer Hand.
Die Übernahme der rund 3 000 Bedarfsgemeinschaften des Altlandkreises Saalkreises
verlief nicht ganz reibungslos, aber mit dem IV. Quartal wurde ein einheitliches
Bearbeitungsniveau im gesamten Jobcenter erreicht.
Erfolgreiche Projekte
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis hat im vergangenen Jahr eine Vielzahl von
Qualifizierungs- und Vermittlungsprojekten realisiert und dabei eine große Zahl von Langzeitarbeitslosen dem ersten Arbeitsmarkt zugeführt. Beispielsweise sollten durch das
gemeinsam mit dem Burgenlandkreis praktizierte Projekt „50plus“ 150 ältere
Langzeitarbeitslose vermittelt werden – erreicht wurden bis Jahresende 201.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete natürlich das Bundesprogramm „Bürgerarbeit“. In 2011
konnten bereits fast alle für den Saalekreis geplanten 290 Teilnehmer einen Arbeitsvertrag für
3 Jahre erhalten. MIRIAM – ein internationales Jugendaustauschprojekt, bei dem jüngere
Langzeitarbeitslose zur Stärkung ihrer internationalen Sozialkompetenz in Polen und
Frankreich tätig wurden, fand bundesweit ein positives Presseecho. Auch dieses Projekt wird
2012 fortgeführt.
Insgesamt waren 2011 mehr als 9 000 Eintritte in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu
verzeichnen und dies trotz der Kürzung der Eingliederungsmittel um 30 %.
Neues für Kinder und Jugendliche
Seit April 2011 ist ein wichtiges Arbeitsgebiet dazugekommen: Die Bildungs- und
Teilhabeleistungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die verschiedenen
Leistungen wurden im vergangenen Jahr rege in Anspruch genommen. Den Schwerpunkt der
Antragstellung bildeten von Beginn an die Gewährung der Mehraufwendungen für die
Mittagsverpflegung. Die Leistungen für Bildung und Teilhabe können seit dem 01.07.2011
nur noch für Bedarfe nach der Antragstellung erbracht. Eine rückwirkende
Leistungsgewährung ist nicht mehr möglich. Die am 1. Januar 2012 wirksam gewordene Erhöhung der Regelbedarfe wurde an alle
Berechtigten pünktlich ausgezahlt.
Pressemitteilung vom 03.01.2012
Dezember-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis:
Weniger jugendliche und ältere Langzeitarbeitslose
Im Dezember ist im Saalekreis entsprechend dem Bundes- und Landestrend insgesamt ein leichter Anstieg
der Langzeitarbeitslosenzahl festzustellen. Anstelle von 7 321 Betroffenen
im November sind aktuell 7 379 Personen langzeitarbeitslos, also 58 Betroffene mehr als
im Vormonat.
Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren ist auch gegenüber dem Vormonat ein
Rückgang zu verzeichnen: Während im November 694 junge Leute betroffen
waren, sind es derzeit 622.
Auch bei den älteren Langzeitarbeitslosen über 55 Jahre sank die Zahl im
Vergleich zum Vormonat von 1 171 auf nunmehr 1 141 Betroffene.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl
ebenfalls verringert: Aktuell werden 17 190 betroffene Personen erfasst. Im
November waren es 17 264 Leistungsempfänger.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften liegt mit 12 812 geringfügig unter dem
Novemberwert von 12 823.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen
Erwerbseinkommens, eigener Selbständigkeit oder Arbeitslosengeld I Anspruch
auf zusätzliches Alg II haben - ist wieder gestiegen und liegt mit
6 032 betroffenen Personen über der November-Marke (5 965). Die Zahl derer, die ein
niedriges Arbeitslosengeld I beziehen, stieg um 32 Personen (424 statt 392), die
Zahl derer, die ein unzureichendes eigenes Arbeitseinkommen haben, stieg
ebenfalls um 26 Betroffene von 5 180 im Vormonat auf aktuell 5 206. Bei
denjenigen, die ein unzureichendes Einkommen aus selbständiger Arbeit
beziehen, stieg die Zahl um 39 Personen von 393 auf 402.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im Dezember nach
vorläufigen Angaben 4 384 Personen einbezogen werden. Gegenüber dem
Vormonat (4 617) sind das 233 Personen weniger.
Zu den aktuellen Zahlen sagte die amtierende Leiterin des
Eigenbetriebs für Arbeit - Jobcenter Saalekreis, Anke Gaudig,
der leichte Anstieg der Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen um 0,8% sei in erster Linie jahreszeitlich bedingt.
Der Rückgang bei der Zahl der Personen, die in Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung einbezogen
werden konnten, resultiert vor allem daraus, dass viele Umfeldmaßnahmen zum November ausliefen.
Information zu den Neuregelungen im SGB II
Der Regelbedarf für SGB II-Leistungsempfänger steigt ab Januar auf 374 €
Der Regelbedarf für Langzeitarbeitslose soll am 1. Januar 2012 um zehn Euro auf 374 Euro steigen.
Ab Januar nächsten Jahres erhalten Bezieher von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) mehr Geld.
Ausgangspunkt für den Anstieg ist ein Beschluss des Bundeskabinetts vom 14. September 2011. Er sieht vor, die Leistungen
der Grundsicherung ab dem 1. Januar 2012 zu erhöhen. Die jährliche Fortschreibung der Regelbedarfsstufen ist gesetzlich
vorgeschrieben und orientiert sich an der bundesdurchschnittlichen Lohn- und Preisentwicklung im Zeitraum Juli 2010 bis Juni 2011.
Anja Lehmann, Fachbereichsleiterin Antragsbearbeitung im Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis, weist in diesem Zusammenhang
daraufhin, dass die korrekte Auszahlung inklusive der Erhöhung durch den Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis sichergestellt ist.
Die Änderungsbescheide erhalten die Leistungsberechtigten mit der nächsten Leistungsbearbeitung - spätestens aber mit der
nächsten Bearbeitung des Folgeantrags, so Anja Lehmann. Diese Leistungserhöhungen sind abhängig von den
Regelbedarfsstufen erfolgt und daher unterschiedlich. Nach Zustimmung durch den Bundesrat ist die beschlossene
Verordnung zur Fortschreibung der Regelbedarfsstufen für das Jahr 2012 im Bundesgesetzblatt verkündet worden.
Somit ergeben sich ab 1. Januar folgende Regelbedarfshöhen:
| Regelbedarfsstufe 1 |
Regelbedarf für Alleinstehende,
Alleinerziehende oder Leistungsberechtigte,
deren Partner minderjährig ist:
|
374 Euro bisher
364 Euro
|
| Regelbedarfsstufe 2 |
Regelbedarf für volljährige Partner
der Bedarfsgemeinschaft:
|
337 Euro bisher
328 Euro
|
| Regelbedarfsstufe 3 |
Regelbedarf für sonstige erwerbsfähige
Angehörige der Bedarfsgemeinschaft über 18 Jahre:
|
299 Euro
|
| Regelbedarfsstufe 4 |
Regelbedarf für sonstige erwerbsfähige
Angehörige der Bedarfsgemeinschaft unter 18 Jahre
und für Leistungsberechtigte im 15. Lebensjahr:
|
287 Euro
|
| Regelbedarfsstufe 5 |
Regelbedarf für Kinder vom Beginn
des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres:
|
251 Euro
|
| Regelbedarfsstufe 6 |
Regelbedarf für Kinder bis zur Vollendung des
sechsten Lebensjahres:
|
219 Euro bisher
215 Euro
|
Der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis informiert
Lottogewinn-Umzug-Audi A6
Aktuelle Sozialgerichtsentscheidungen
Die Klagen vor Sozialgerichten - vor allem wegen Alg II-Leistungen
(sogenannter Hartz-IV-Leistungen) - sind unverändert hoch.
Nur etwa die Hälfte der Klagen führt zum Erfolg.
Damit die Erfolgsaussichten von Klagen besser eingeschätzt werden
können, veröffentlicht das Jobcenter Saalekreis in loser Folge aktuelle
Entscheidungen von Sozialgerichten.
Nicht immer gibt es im Lotto - wie kürzlich - für einen Sechser "nur" 29 000 Euro. Hin und
wieder hat auch ein Alg-II-Empfänger mehr Glück im Spiel. Allerdings wird der Lottogewinn
während des Alg-II-Bezuges als Einkommen gewertet und damit auf das Arbeitslosengeld II
des Gewinners angerechnet. Nach einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt
(Aktenzeichen L 2 AS 187/08) kann der Gewinn auf den Bewilligungszeitraum von
sechs Monaten aufgeteilt werden. Das bedeutet dann, dass der Leistungsbezug ein halbes Jahr
lang gänzlich entfällt.
Umzug mit Unfall
Wenn der Leistungsträger einen Umzug veranlasst und demzufolge die Umzugskosten zu übernehmen hat,
ist die Erstattung auf die sogenannten "notwendigen Kosten des Umzugs"
beschränkt. In einem vor dem Bundessozialgericht verhandelten Fall (Aktenzeichen B 14 AS 152/10 R)
war während des Umzugs ein Verkehrsunfall passiert. Die daraus resultierende Schadenersatzforderung
des Autovermieters steht nach Auffassung der Richter zwar in Zusammenhang mit dem Umzug, die Schadensverursachung
ist aber bei der Teilnahme am allgemeinen Straßenverkehr entstanden und demzufolge nicht erstattungsfähig.
Teure Schulfahrt
Das zuständige Jobcenter muss bei Kindern von Alg-II-Empfängern auch dann die Kosten für
eine Schulfahrt übernehmen, wenn sie 1 000 Euro überschreiten. Das entschied jetzt das
Bundessozialgericht (Aktenzeichen B 4 AS 204/10 R). Geklagt hatte ein Gymnasiast, der wegen besonders
guter Leistungen für einen Schüleraustausch in die USA ausgewählt worden war, der 1 650 Euro kostete.
Erstausstattung
Ein eng begrenzter Personenkreis unter den Alg-II-Empfängern kann beim erstmaligen Bezug einer eigenen Wohnung
vom Jobcenter eine Wohnungs-Erstausstattung in Geldform erhalten. Es handelt sich dabei z.B. um Jugendliche,
die mit Zustimmung des Jobcenters aus der elterlichen Wohnung ausgezogen sind oder um Strafhaftentlassene.
Für solche Fälle hat das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt (Aktenzeichen L 2 AS 81/08) jetzt entschieden, dass bei 1-Personen-Haushalten
die Höhe der Erstausstattung 1 100 Euro beträgt.
Kein Audi A6
Wer einen erst wenige Jahre alten Audi A6 mit einem Verkehrswert von 12 000 Euro hat, kann kein Alg II beanspruchen.
Nur Autos bis zu 7 500 Euro sind zulässig. Dies entschied das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt (Aktenzeichen L 5 AS 45/06).
Pressemitteilung vom 30.11.2011
November-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis:
Erneut weniger Langzeitarbeitslose
Rückgang auch bei Jugendlichen
Im November ist im Saalekreis entgegen dem Landestrend erneut ein leichter Rückgang
der Langzeitarbeitslosenzahl erreicht worden. Anstelle von 7 381 Betroffenen im Oktober
sind aktuell 7 321 Personen langzeitarbeitslos, also 60 Betroffene weniger als im Vormonat.
Auch bei den Jugendlichen unter 25 Jahren ist aktuell ein Rückgang zu verzeichnen: Während im
Vormonat 727 junge Leute betroffen waren, sind es derzeit 694.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl geringfügig
erhöht: Aktuell werden 17 264 betroffene Personen erfasst.
Im Oktober waren es 17 233 Leistungsempfänger.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank leicht auf 12 823. Im Vormonat wurden 12 840 BG gezählt.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen Erwerbseinkommens, eigener Selbständigkeit
oder Arbeitslosengeld I Anspruch auf zusätzliches Alg II haben - ist geringfügig gesunken und liegt mit 5 965 betroffenen Personen
unter der Oktober-Marke (5 994). Die Zahl derer, die ein niedriges Arbeitslosengeld I beziehen, stieg um 17 Personen (409 statt 392),
die Zahl derer, die ein unzureichendes eigenes Arbeitseinkommen haben, stieg um 11 Betroffene von 5 180 im Vormonat auf aktuell 5 191.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im November nach vorläufigen Angaben 4 617 Personen einbezogen werden.
Gegenüber dem Vormonat (4 529) sind das 88 Personen mehr. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Zunahme von Maßnahmen
die die Chancen der Teilnehmer auf den ersten Arbeitsmarkt verbessern - darunter berufliche Weiterbildung und Trainingsmaßnahmen.
Zu den aktuellen Zahlen sagte die amtierende Leiterin des Eigenbetriebs - Jobcenter Saalekreis, Anke Gaudig,
der erneute leichte Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen sei in erster Linie
das Ergebnis einer anhaltend intensiven Vermittlungsarbeit des Jobcenters.
Die auf hohem Niveau verharrende Zahl der Aufstocker
sei vom Jobcenter nicht zu beeinflussen und stelle ein arbeitsmarktpolitisches Problem dar.
Der Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis informiert
Letzte Chance für Pfändungsschutz
Weihnachtsurlaub nur auf Antrag
Wer als Empfänger von Arbeitslosengeld II am Pfändungsschutz seines
Girokontos interessiert ist, sollte schnellstens ein P-Konto
(Pfändungsschutzkonto) einrichten lassen.
Wer als Alg-II-Empfänger einen Weihnachtsurlaub plant, sollte ihn vorher
mit seinem Kundenberater abstimmen.
Zum Jahreswechsel ändern sich die gesetzlichen Bestimmungen, die den
Pfändungsschutz regeln. So entfällt z.B. ab 01.01.2012 die bisherige Unpfändbarkeit
von Sozialleistungen. Der Schutz für Kontoguthaben und der Verrechnungsschutz für
Sozialleistungen und Kindergeld wird mit Beginn des neuen Jahres nur noch auf dem sogenannten P-Konto
(Pfändungsschutzkonto) gewährt.
Das P-Konto ist ein Girokonto, das dem normalen Zahlungsverkehr dient, bei anstehenden
Kontopfändungen jedoch einen unbürokratischen Schutz vor dem Zugriff von Gläubigern in
Höhe von 1.028,89 Euro (Grundfreibetrag) bietet. Höhere Freibeträge können durch Vorlage
einer Bescheinigung geschützt werden.
Die Banken erheben für ein P-Konto eine monatliche Gebühr in unterschiedlicher Höhe.
Was ist zu tun?
Betroffene müssen selbst aktiv werden. Sie können entweder ein neues Konto einrichten und danach mit
einem Pfändungsschutz vermerken lassen oder das bestehende Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen.
Wenn gepfändete oder von Pfändung bedrohte Konten nicht bis Dezember 2011 in P-Konten umgewandelt wurden,
ist mit dem Jahreswechsel jeder Pfändungsschutz hinfällig.
Um die Auskehrung an die Gläubiger bzw. die Verrechnung durch die Bank gleich zu Jahresanfang 2012 zu verhindern,
muss die Beantragung eines P-Kontos bei der kontoführenden Bank bis zum 27.12.2011 erfolgen.
Interessierte Kontoinhaber können sich bis dahin wegen eines Antragsformulars bzw. einer Bescheinigung
über erhöhte Freibeträge wenden an:
Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle des Landkreis Saalekreis, Oberaltenburg 4 b,
Merseburg (nur Donnerstags) oder Nebenstelle Halle, Hansering 19, Dienstags und
Donnerstags oder an den Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis,
Fritz-Haber-Str. 7 a, Merseburg (zu den bekannten Öffnungszeiten). Eine rechtzeitige
Bearbeitung im Eigenbetrieb kann nur bei persönlicher Vorsprache bis zum 16.12.2011 sichergestellt werden.
Weihnachtsurlaub
Am 22.12. beginnen in Sachsen-Anhalt die Weihnachts-Schulferien. Deshalb wird darauf
hingewiesen, dass Empfänger von Arbeitslosengeld II grundsätzlich verpflichtet sind, ihren
beabsichtigten auswärtigen Aufenthalt etwa eine Woche VOR Reiseantritt dem zuständigen
Kundenberater mitzuteilen und dessen Zustimmung einzuholen.
In der Regel wird der Kundenberater einer Abwesenheit von bis zu drei Wochen pro
Kalenderjahr bei Fortzahlung des Arbeitslosengeldes II zustimmen, wenn eine Vermittlung in Arbeit oder die
Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung in diesem Zeitraum voraussichtlich nicht zu erwarten
ist.
Wird die Reise ohne vorherige Meldung angetreten, können die Leistungszahlungen eingestellt oder zurückgefordert
werden, wenn während dieser Zeit einer Einladung nicht nachgekommen wurde.
Pressemitteilung vom 02.11.2011
Oktober-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit - Jobcenter Saalekreis:
Langzeitarbeitslosenzahl erneut rückläufig
Im Oktober ist im Saalekreis entsprechend dem Bundes- und Landestrend erneut
ein leichter Rückgang der Langzeitarbeitslosenzahl erreicht worden. Anstelle
von 7 410 Betroffenen im September sind aktuell 7 381 Personen
langzeitarbeitslos, also 29 Betroffene weniger als im Vormonat.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern insgesamt hat sich die Anzahl weiter
verringert: Aktuell werden 17 233 betroffene Personen erfasst. Im September
waren es 17 436 Leistungsempfänger.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg leicht auf 12 840. Im Vormonat
wurden 12 819 BG gezählt.
Die Zahl der Aufstocker - also derjenigen Personen, die trotz eigenen
Erwerbseinkommens, eigener Selbständigkeit oder Arbeitslosengeld I Anspruch
auf Alg II haben - ist geringfügig gestiegen und mit 5 994 betroffenen Personen
wieder fast an die 6000er-Marke gelangt (September 5 955).
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im Oktober 4 529 Personen
einbezogen werden. Im Vormonat waren es mit 4 548 Personen 19 Personen mehr.
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis informiert
Umzug – Urlaub – Darlehen
Aktuelle Sozialgerichtsentscheidungen
Die Klagen vor Sozialgerichten – vor allem wegen Alg II-Leistungen sogenannter Hartz-IV-Leistungen) – sind unverändert hoch.
Nur etwa die Hälfte der Klagen führt zum Erfolg.
Damit die Erfolgsaussichten von Klagen besser eingeschätzt werden können, veröffentlicht das Jobcenter Saalekreis in loser Folge aktuelle Entscheidungen von Sozialgerichten.
Bezieher von Alg-II-Leistungen können, wenn sie im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme ein unentgeltliches Praktikum absolvieren, die Kosten der täglichen Hin- und Rückfahrt mit dem Pkw beim Jobcenter geltend machen. Dies hat das Bundessozialgericht entschieden (Aktenzeichen B 4 AS 117/10 R).
In dem Verfahren hatte das Jobcenter dem Kläger nur die einfache Entfernung zu dem 53 km entfernten Praktikumsort erstattet – wie im Steuerrecht üblich. Das BSG wies jedoch darauf hin, dass der Umfang der Fahrtkostenerstattung auch für Langzeitarbeitslose im SGB III geregelt ist. Wenn das Jobcenter die Maßnahme bewilligt hat, muss es die Fahrtkosten voll erstatten.
Umzug ohne Eile
Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (Aktenzeichen L 6 AS 1914/10 B ER) hat entschieden, dass Hartz-IV-Empfänger einen Anspruch auf Kostenübernahme für eine neue Wohnung vor einem Umzug nicht per Eilbeschluss gegen die zuständige Behörde durchsetzen können.
Das LSG entschied, dass es durchaus möglich sei, eine neue Wohnung anzumieten – auch ohne die sofortige Zusicherung des Jobcenters auf Übernahme der Wohnungskosten. Dadurch drohe keine Rechtsverletzung, die später nicht mehr beseitigt werden könne.
Auch ohne Eilverfahren müsse das Jobcenter notfalls rückwirkend die Kosten übernehmen, wenn die Wohnung angemessen sei.
Verdorbene Urlaubsfreude
Zwar geht die Sommerurlaubssaison gerade zu Ende, aber auch für den nahenden Winterurlaub gilt dies:
Wer als Langzeitarbeitsloser ohne Zustimmung des Jobcenters in Urlaub fährt, hat für die Zeit der Abwesenheit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Unter dem Aktenzeichen L 3 3552/09 entschied dies das Landessozialgericht Baden-Württemberg. Das Urteil gilt aber auch in Sachsen-Anhalt.
Darlehen ist kein Einkommen
Kürzlich gab es heftige Diskussionen um die Anrechnung von Omas Geldgeschenken an Kinder von Alg-II-Empfängern.
Eindeutig ist die Rechtslage bei Darlehen von Verwandten: Das Bundessozialgericht (Aktenzeichen B 14 AS 46/09 R) hat entschieden, dass ein Darlehen von Verwandten nicht auf das Einkommen von Hartz-IV-Empfängern angerechnet werden darf. Unabdingbare Voraussetzung ist aber, dass das Darlehen rückzahlungspflichtig ist und – wenn er wieder Arbeit hat – vom Darlehensnehmer auch tatsächlich zurückgezahlt wird.
Pressemitteilung vom 31.08.2011
August-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis:
Langzeitarbeitslosenzahl weiter sinkend – Neuer Tiefststand bei Jugendlichen
Im August ist im Saalekreis entgegen dem Bundes- und Landestrend erneut ein Rückgang der Langzeitarbeitslosenzahl erreicht worden. Anstelle von 7 478 Betroffenen im Juli sind aktuell 7 427 Personen langzeitarbeitslos, also 51 Betroffene weniger als im Vormonat.
Auch die Zahl jugendlicher Langzeitarbeitsloser unter 25 zeigt eine Abwärts-Tendenz: Von 610 im Juli sank deren Zahl auf einen neuen Tiefststand von nunmehr 590 jungen Leuten.
Bei den Langzeitarbeitslosen über 50 zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung: Von 2 026 betroffenen Personen im Juli sank die Zahl im August auf 2 004 Frauen und Männer.
Bei den Alg II-Regelleistungsempfängern hat sich die statistische Anzahl deutlich erhöht: Aktuell werden 17 886 betroffene Personen erfasst. Im Juli waren es 17 451 Leistungsempfänger.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg leicht auf 12 898. Im Juli wurden
12 802 BG gezählt.
Die Zahl der Aufstocker – also derjenigen Personen, die trotz eignen Erwerbseinkommens oder Arbeitslosengeld I Anspruch auf Alg II haben – hat sich weiter erhöht und mit 6 044 Personen erstmals die 6000er-Grenze überschritten. Im Vormonat lag die Zahl bei 5 944 Betroffenen.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung konnten im August 4 698 Personen einbezogen werden. Im Vormonat waren es mit 4 681Personen fast ebenso viele.
Zu den aktuellen Zahlen sagte der Leiter des Eigenbetriebs - Jobcenter Saalekreis, Roland Schimek, der erneute Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen sei in erster Linie das Ergebnis erheblicher Vermittlungsbemühungen des Jobcenters - vor allem bei Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen über 50 Jahren.
Der rein statistische deutliche Anstieg der Zahl der Leistungsempfänger sei Ergebnis einer veränderten Zurechung von Kindern infolge der Inanspruchnahme von Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets.
Das lohnpolitische Problem der anhaltend steigenden Aufstockerzahl – so Schimek weiter – sei vom Eigenbetrieb/Jobcenter nicht zu beeinflussen.
Der fast gleichbleibende Wert bei den in die Arbeitsförderung einbezogenen Personen sei Ausdruck dafür, dass in Anbetracht limitierter Bundesmittel eine nahezu unveränderte Zahl besonders effizienter Maßnahmen realisiert wird.
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis informiert
10. September 2011 - Berufsinformationsmesse "Jobfactory 2011" in Merseburg
Für alle diejenigen, die noch nicht sicher sind, ob sie lieber Feuerwehrmann, Arzt, Bankkaufmann, oder doch lieber Astronaut werden wollen, bietet die Berufsinformationsmesse "Jobfactory" die ideale Möglichkeit mit Leuten aus verschiedensten Berufen zu sprechen und mit ihnen Vorstellungen und Erfahrungen austauschen.
Die Jobfactory findet am Samstag, den 10. September 2011, von 10.00 - 14.00 Uhr, in der Sparkassenfiliale Gotthardstr. 48, in 06217 Merseburg statt.
Neben Informationsständen und Showacts, zahlreichen Workshops zum Thema "Berufswahl" und einem kostenlosen Bewerbungsmappen-Check, gibt es auch eine Nintendo Wii zu gewinnen. Informationen über Aussteller, Programm und Anfahrt gibt es unter www.jobfactory2011.de.
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis informiert
Das Glück einer Tüchtigen
290 Langzeitarbeitslose des Saalekreises sollen bis Jahresende im bundesweiten Projekt „Bürgerarbeit“ tätig sein. 151 haben ihre Bürgerarbeit bereits aufgenommen. Zu ihnen gehört die 57-jährige Renate Pille aus Bad Dürrenberg, die im folgenden näher vorgestellt wird.
„Kaliumhexacyanoferrat“ steht auf einer der vielen Fläschchen im Schülerlabor der Hochschule Merseburg. Mit einer solchen Bezeichnung kann kaum jemand etwas anfangen.
Renate Pille kann es. Sie hat zu DDR-Zeiten im damaligen Leuna-Kombinat Chemielaborantin gelernt. 2002 wurde sie arbeitslos – seit 2004 zählt sie zu den Langzeitarbeitslosen und seit 2005 zu den Kunden des Eigenbetriebes für Arbeit.
„Ich war immer unterwegs nach Arbeit“ sagt die resolute Blondine heute. Trotz der geringen Nachfrage am Arbeitsmarkt hatte sie durch eigenes Engagement erste kleine Erfolge: Eine einjährige ABM-Stelle und einen Ein-Euro-Job im Tourismusamt von Bad Dürrenberg. Aber solche Kurzstreckenläufe genügten ihr nicht. Als sich 2010 das Projekt Bürgerarbeit auch im Saalekreis ankündigte, war sie sofort dabei. Sie machte ihren Kundenberater im Eigenbetrieb auf sich aufmerksam und wurde Teilnehmerin eines halbjährigen Vorbereitungslehrgangs. Nachdem zunächst nur Bürgerarbeitsstellen in Bad Dürrenberg angeboten wurden, erfüllten sich schließlich am 1. Juni dieses Jahres alle ihre Träume: Sie wird bis Mitte 2014 an einem Arbeitsplatz tätig sein, der ganz ihrer früheren Ausbildung entspricht.
Parfüm und Lippenstifte
Auch während der Schul- und Semesterferien ist Renate Pille werktags von 7 bis 13.30 Uhr im Schülerlabor aktiv. Hier bietet der Verein Sachzeugen der chemischen Industrie seit Jahren die Aktion „Chemie zum Anfassen“ für Schülerinnen und Schüler an. Alles, was in diesem Zusammenhang passiert, wird von Frau Pille vorbereitet. Die Schüler lernen u.a., wie man Seife, Cremes, Duschbad, Parfüm und Lippenstifte herstellt. Zur großen Freude vor allem der weiblichen Teilnehmer dürfen sie solche selbst produzierten Dinge dann für den eigenen Bedarf mitnehmen.
30 Wochenstunden umfasst die Bürgerarbeit und 900 Euro brutto erhält man dafür. Die Tätigkeit ist sozialversicherungspflichtig – davon verspricht sich Renate Pille also mit Recht eine Aufbesserung ihrer Rentenansprüche in ihren letzten Arbeitsjahren. 2014 wird sie 60 – da erhofft sie sich den nahtlosen Übergang zur Rente. Vielleicht aber wird ja die Bürgerarbeit
verlängert – Ministerpräsident Dr. Haseloff hatte im Januar in Merseburg eine solche Möglichkeit nicht ausgeschlossen.
Auch in ihrem familiären Umfeld ist ihre Bürgerarbeit mit Freude aufgenommen worden. Ihr Mann sagt „Du bist zufrieden – dann bin ich glücklich!“
Was hat Renate Pille anderen Langzeitarbeitslosen zu sagen? „Man muss ständig drücken, immer auf sich aufmerksam machen, sich nicht von kleinen Rückschlägen entmutigen lassen – dann klappt´s eines Tages!“. Auf diese Weise, sagt sie, könnten bald 290 Bürgerarbeiter im Saalekreis das Glück des Tüchtigen erleben.
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis informiert
„Czesc!“ und „Bonjour!“
Gegenbesuch beim internationalen Jugend-Austauschprogramm MIRIAM
Bereits fünf Mal sind mit MIRIAM jugendliche Langzeitarbeitslose aus dem Saalekreis nach Milicz (Polen) und ins Département Ardeche (Frankreich) gereist. Jetzt kam es zu einem Gegenbesuch.
Czesc und bonjour – also „Hallo!“ auf Polnisch und Französisch – das sind normalerweise die ersten Worte, die die hiesigen Teilnehmer in Vorbereitung ihres Auslandsaufenthaltes lernen.
Denn eigentlich fahren in dem vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projekt junge Leute aus dem Saalekreis nach Polen oder Frankreich. Diesmal jedoch hatte MIRIAM zum Gegenbesuch eingeladen. Das Projekt – gemeinsam getragen vom Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis, der IEB Schulungsgesellschaft und dem Qualifizierungsförderwerk QFC – begrüßte sieben junge Frauen aus Lyon sowie vierzehn Schülerinnen und Schüler aus Milicz. Sie trafen auf 20 junge Saalkreisler kurz vor deren Aufbruch in die Heimatländer der Gäste. So hatten die deutschen Projektteilnehmer schon vorab Gelegenheit, Kontakt zu Einwohnern ihrer künftigen Gastländer und zu deren Kultur aufzunehmen. Für die Gäste bot der Gegenbesuch darüber hinaus Gelegenheit, Land und Leute vor Ort kennen zu lernen.
Saalekreis und Umgebung erkundet
Eine zweitägige Einführung in die Berufe Restaurantfachfrau und Köchin erhielten die Gäste beispielsweise im Naumburger Hotel „Zur Henne“. Für technisch Interessierte gab es die Möglichkeit, die Produktionsabläufe des Pumpenherstellers KSB kennenzulernen. Doch nicht nur berufspraktische Anregungen wurden gegeben – auch die Besonderheiten unserer Region wurden mit großem Interesse zur Kenntnis genommen. Dazu zählten unter anderem das Halloren Schokoladenmuseum Halle, das Kloster Helfta bei Lutherstadt Eisleben mit seiner ereignisreichen Geschichte sowie das Bergbaumuseum Röhrigschacht bei Sangerhausen.
Noch intensiver war der mehrtägige Aufenthalt auf der Burg Querfurt bei einer gemeinsamen Projektarbeit zur Regionalgeschichte.
Auch selbst gestaltete Stadtführungen für die ausländischen Gäste bereicherten das Programm. Auch wenn der Sprachmix aus Englisch, Deutsch, Französisch und Polnisch so manchem Teilnehmer zu schaffen machte – mit oder ohne Dolmetscher konnte man sich schließlich doch verständigen.
Teilnahme möglich
Noch bis zum Sommer 2012 haben jüngere Langzeitarbeitslose bis 29 Jahre aus dem Saalekreis mit oder ohne Schulabschluss – auch junge alleinerziehende Frauen – die Möglichkeit, mit MIRIAM ins Ausland zu gehen. Das Projekt dient nicht der unmittelbaren Arbeitsaufnahme, sondern vor allem dazu, bei den Teilnehmern vorhandene Arbeitsvermittlungshemmnisse abzubauen und gewisse europäische Kompetenzen zu gewinnen. Interessierte Kunden des Jobcenters Saalekreis, die einmal eine andere Art von Praktikum absolvieren wollen, können sich bei ihrem Kundenberater melden – auch wenn ihnen „Czesc!“ oder „Bonjour!“ noch nicht so flott über die Lippen geht.
Pressemitteilung vom 28.07.2011
Juli-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis:
Langzeitarbeitslosenzahl weiter rückläufig – Tiefststand bei Jugendlichen
Im Juli ist im Saalekreis entgegen dem Bundes- und Landestrend erneut ein Rückgang der Langzeitarbeitslosenzahl erreicht worden. Anstelle von 7 534 Betroffenen im Juni sind aktuell 7 478 Personen langzeitarbeitslos, also 56 Betroffene weniger als im Vormonat.
Auch die Zahl jugendlicher Langzeitarbeitsloser unter 25 zeigt eine Abwärts-Tendenz: Von 629 im Juni sank deren Zahl auf einen Tiefststand von nunmehr 610 junge Leuten.
Bei den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen – also den Alg II-Regelleistungs-empfängern – hat sich der Stand kaum verändert: Aktuell erfasst die Statistik 17 451 betroffene Personen. Im Juni waren es 17 418 Hilfebedürftige.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank auf 12 802. Im Juni wurden noch
12 973 BG gezählt.
Die Zahl der Aufstocker steigt weiter an und nähert sich erstmals dem 6 000er-Wert. Im Juni waren es noch 5 883 betroffene Personen.
Die Zahl der Aufstocker ist vom Eigenbetrieb allerdings nicht zu beeinflussen.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung wurden im Juni 4 681 Personen einbezogen. Im Vormonat waren es 4 716.
Zu den aktuellen Zahlen sagte der Leiter des Eigenbetriebs - Jobcenter Saalekreis, Roland Schimek, der Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen und Bedarfsgemeinschaften sei vor allem das Ergebnis einer anhaltenden stärkeren Arbeitskräftenachfrage in der Region und der daraus resultierenden Vermittlungserfolge. Die tendenziell steigende Zahl der Aufstocker zeige u.a., dass offensichtlich auch im Saalekreis der Anteil von Teilzeitarbeitsverhältnissen wächst.
Der erneute leichte Rückgang bei den in die Arbeitsförderung einbezogenen Personen sei der Tatsache zuzuschreiben, dass vor dem Hintergrund limitierter Bundesmittel nur noch besonders effiziente Maßnahmen mit einem begrenzten Teilnehmerkreis realisiert werden.
Pressemitteilung vom 15.06.2011
Veränderte Alg II – Leistungen für Rentner
Ab 1. Juli erhöht sich der Rentenbetrag um 0,99%. Für alle Leistungsempfänger des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis, die auch Rente beziehen, hat das Auswirkungen und kann durch die Anrechnung der Rentenerhöhung zu einer geringeren Alg II – Leistung führen.
Die Rentnerinnen und Rentner erhalten vom Rentenversicherungsträger im Juni 2011 ihre neuen Rentenbescheide, welche beim Eigenbetrieb für Arbeit schnellstmöglich einzureichen sind. Die Änderungsbescheide werden im Nachgang erlassen.
Pressemitteilung vom 31.05.2011
Mai-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis
Erneut weniger Langzeitarbeitslose Starker Rückgang bei Jugendlichen
Im Mai ist im Saalekreis entsprechend dem Bundes- und Landestrend erneut ein Rückgang der Langzeitarbeitslosenzahl erreicht worden. Anstelle von 7 722 Betroffenen im April sind aktuell 7 605 Personen langzeitarbeitslos, also 117 Betroffene weniger als im Vormonat.
Besonders die Zahl jugendlicher Langzeitarbeitsloser hat sich im Mai spürbar verringert: Waren im April noch 670 junge Leute langzeitarbeitslos, sind es aktuell noch 579. Das entspricht einem bisher nie erreichten Rückgang von 13,6% innerhalb eines Monats.
Bei den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen – also den Alg II-Regelleistungs-empfängern – ist gleichfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Aktuell erfasst die Statistik 17 574 betroffene Personen, im April waren es
17 632 Hilfebedürftige.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging ebenfalls leicht zurück. Aktuell werden 13 162 Bedarfsgemeinschaften gezählt, im Vormonat waren es 13 172.
Die Zahl der Aufstocker – also derjenigen Personen, die trotz eigenen Erwerbseinkommens bzw. Bezug von Arbeitslosengeld I oder einer selbständigen Tätigkeit ein Recht auf zusätzliches Alg II haben – ist wieder leicht gestiegen und liegt aktuell bei 5 710 Personen. Im Monat zuvor waren es noch 5 694 Frauen und Männer.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung wurden im Mai 4 859 Personen einbezogen, im Vormonat waren es 4 457 Personen.
Zu den aktuellen Entwicklungen sagte der Leiter des Eigenbetriebes, Roland Schimek, die weiter sinkenden Langzeitarbeitslosenzahlen seien vor dem Hintergrund ausgelaufener Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung in erster Linie als Erfolg gelungener Vermittlungsbemühungen anzusehen, weil die regionale Konjunktur Langzeitarbeitslose nicht von selbst erfasst.
Dass der Eigenbetrieb die Vermittlung von Jugendlichen unter 25 Jahren seit langem als Schwerpunktaufgabe behandelt, habe sich in diesem Monat durch einen Rückgang von weit über zehn Prozent besonders ausgezahlt.
Pressemitteilung vom 28.04.2011
April-Bilanz des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis
Weniger Langzeitarbeitslose
Rückgang auch bei Jugendlichen
Im April ist im Saalekreis gemäß dem Bundes- und Landestrend ein geringer Rückgang der Langzeitarbeitslosenzahl erreicht worden. Anstelle von 7 799 Betroffenen im März sind aktuell 7 722 Personen langzeitarbeitslos.
Auch die Zahl jugendlicher Langzeitarbeitsloser hat sich im April spürbar verringert: Waren im März noch 704 junge Leute langzeitarbeitslos, sind es aktuell noch 670.
Bei den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen – also den Alg II-Regelleistungsempfängern – ist gleichfalls ein geringer Rückgang zu verzeichnen. Aktuell erfasst die Statistik 17 632 betroffene Personen, im März waren es 17 763 Hilfebedürftige.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg nochmals leicht an. Aktuell werden
13 172 Bedarfsgemeinschaften gezählt, im Vormonat waren es 13 152.
Die Zahl der Aufstocker – also derjenigen Personen, die trotz eigenen Erwerbseinkommens bzw. Bezug von Arbeitslosengeld I oder einer selbständigen Tätigkeit ein Recht auf zusätzliches Alg II haben – ist wieder gesunken und liegt aktuell bei 5 694 Personen. Im Monat zuvor waren es noch 5 857 Frauen und Männer.
In Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung wurden im April 4 446 Personen einbezogen, im Vormonat waren es 4 315 Personen.
Zu den aktuellen Entwicklungen sagte der Leiter des Eigenbetriebes, Roland Schimek, die leicht sinkenden Langzeitarbeitslosenzahlen seien vor dem Hintergrund ausgelaufener Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung als Erfolg gelungener Vermittlungsbemühungen anzusehen. Der Rückgang bei Aufstockern zeige, dass es sich bei den vermittelten Stellen zunehmend um stabile Arbeitsverhältnisse handelt. Mit der nochmals leicht angestiegenen Zahl der Bedarfsgemeinschaften sei jetzt durch die abgeschlossene Übernahme der Alg-II-Empfänger des früheren Saalkreises der erwartete Höchstwert erreicht worden.
Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis informiert
Übernahme gut angelaufen
Seit Jahresbeginn ist der Eigenbetrieb für Arbeit - mit der Zusatzbezeichnung Jobcenter - für die Empfänger von Arbeitslosengeld II des gesamten Saalekreises zuständig. Dafür waren nahezu 3 000 Bedarfsgemeinschaften des früheren Saalkreises von der Agentur für Arbeit Halle zu übernehmen.
Dass es sich bei der Übernahme um eine aufwändige und komplizierte Arbeit handelt – das war von vornherein klar. Dass aber 3 000 Bedarfsgemeinschaften (etwa 5 500 Personen) 18 500 Akten bedeuten, stellt eine unliebsame Überraschung dar und zeigt, dass eine Vielzahl von Vorgängen aus dem Jahr 2010 bei der Arbeitsagentur noch nicht abgeschlossen waren. Dennoch füllt sich das neue Aktensystem in der gleichfalls neuen Nebenstelle Halle zusehends .
Am 2. Februar hieß es in der Tagespresse, wahrscheinlich hätten 6 000 Personen ihre Alg II – Regelleistungen nicht erhalten. Am nächsten Tag war nur noch von 250 Betroffenen die Rede. Beide Zahlen lagen weit daneben: In nur insgesamt zehn Fällen mussten sich die Anspruchsberechtigten mit einer Abschlagszahlung begnügen – das kommt einer außergewöhnlich niedrigen Fehlerquote von 0,3% gleich.
Am Monatswechsel Februar-März lag die Fehlerquote auf vergleichbar niedrigem Niveau.
Arbeitslosenzahl weiter sinkend
In den abenteuerlichen Presse-Zahlen ist fast untergegangen, dass sich die Langzeitarbeitslosenzahl im Saalekreis weiterhin positiv entwickelt hat. Nach den von der Nürnberger Bundesagentur veröffentlichten Zahlen konnte im Saalekreis vom Januar zu Februar ein Rückgang von 603 Langzeitarbeitslosen erreicht werden. Das ist um so bemerkenswerter, als die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt insgesamt nur um 400 Personen sank.
Schon diese beiden Zahlen zeigen, dass der Eigenbetrieb seine überdurchschnittliche Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit aus den Vorjahren auch in den beiden ersten Monaten des neuen Jahres beibehalten konnte – trotz aller Mühen mit der Übernahme von 3 000 Bedarfsgemeinschaften des früheren Saalkreises.
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