Pressemitteilung Nr. 027/2016 vom 03.08.2016

 „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ als Chance

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im letzten Jahr 105 Jobcenter ausgewählt, die am ESF geförderten Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ teilnehmen. In Sachsen-Anhalt erhielten 7 Jobcenter eine Förderzusage, so auch der Eigenbetrieb für Arbeit. Es wurden 100 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für drei Jahre geschaffen, die zusätzlich, wettbewerbsneutral und im öffentlichen Interesse sind. Einsatzschwerpunkte im Saalekreis sind die Kinder- und Jugendbetreuung und der grüne Bereich.

 „Das Programm dient der Eingliederung von Frauen und Männern mit langen Phasen ohne Beschäftigung, die zum Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme keine Aussicht auf eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Über diesen Weg sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, im Nachgang zum Projekt eine reguläre Beschäftigung aufzunehmen. Zielgruppen sind Leistungsberechtigte, die auf Grund von gesundheitlichen Einschränkungen einer besonderen Förderung bedürfen und Bedarfsgemeinschaften mit minderjährigen Kindern“, berichtet der Betriebsleiter des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis, Dr. Gert Kuhnert. „Bisher gab es kaum Angebote für diesen Personenkreis. Deshalb haben wir zugegriffen als sich uns die Möglichkeit bot “, so Kuhnert.

Beim Projektträger Wünscher Landhof e.V. fand Sandy Koch eine Anstellung. Die alleinerziehende Mutter hat nach der Geburt ihrer zwei Kinder über Jahre versucht, im erlernten Beruf wieder Fuß zu fassen, jedoch nicht mit dem gewünschten Erfolg. Nach den ersten Monaten in Beschäftigung schätzt sie ein: „Etwas Besseres konnte mir nicht passieren. Auf Grund der Arbeitszeiten schaffe ich den Spagat zwischen Familie und Job. Ich habe gemerkt, wie gut es auch mir tut, wieder eine Aufgabe zu haben.

Die Arbeit mit Menschen hat mir schon immer Spaß gemacht, hier im Speziellen mit Kindern. Wir können auf die jeweilige Altersgruppe abgestimmte Projekte entwickeln und Aktionstage gestalten, beschreibt sie ihr Aufgabenfeld. Lernen durch das eigene Erleben kommt bei den Kindern gut an.“

Andreas Schimpf als Vereinsvorsitzender zeigt sich zufrieden:“ Bisher konnten wir immer nur in Halbjahresschritten planen. Mit den drei Jahren haben wir mehr Kontinuität. Es ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“

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