Pressemitteilung Nr. 022/2018 vom 26.11.2018

104 kommunale Jobcenter starten Kampagne „Stark.Sozial.Vor Ort.“

Der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag haben mit den 104 kommunalen Jobcentern unter dem Titel “Stark. Sozial. Vor Ort.“ eine gemeinsame Kampagne gestartet, um auf die Bedeutung dezentraler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen.

 

Heute und morgen findet in Berlin der jährliche Tag der kommunalen Jobcenter statt, der sich in diesem Jahr mit den Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigen wird. Den kommunalen Jobcentern ist es wichtig, sich ständig weiterzuentwickeln, um auch in einer sich wandelnden, digitalen Arbeitswelt die Menschen mit flexiblen und passgenauen Leistungen zu unterstützen.

Dieser Tag ist gleichzeitig der Startschuss für eine gemeinsame öffentlichkeitswirksame Kampagne der 104 kommunalen Jobcenter. Unter dem Titel „Kommunale Jobcenter – Stark. Sozial. Vor Ort.“ werden deren Arbeit und Stärken zukünftig deutlicher ins Bewusstsein von Bürgern, Politik und Unternehmen gerückt.

Der Eigenbetrieb für Arbeit-Jobcenter Saalekreis unterstützt derzeit 14.738 Grundsicherungs­bezieher auf ihrem Weg in Ausbildung oder Arbeit. „Seit Jahren machen wir uns stark für nachhaltige Integrationen* in den Arbeitsmarkt. Mit einer Quote von 74,3% belegen wir im Vergleich der 407 bundesweit agierenden Jobcenter Platz 5.“, weiss Dr. Gert Kuhnert, Betriebsleiter des Eigenbetriebes für Arbeit, zu berichten.

Die kommunalen Jobcenter sind Teil des Landkreises bzw. der kreisfreien Städte und bieten ein Gesamtpaket an Leistungen und Lösungen. Das Ergebnis sind bürgernahe kommunale Jobcenter, kurze Wege, rasche Entscheidungen, umfassende und ganzheitliche Angebote sowie nachhaltige Unterstützung. Sie erbingen Leistungen aus einer Hand und verbinden ihre Angebote mit weiteren kommunalen Verantwortlichkeiten, wie etwa von Jugendämtern, Schulen, Ausländerbehörden oder der Wirtschaftsförderung.

Für Landrat Frank Bannert ist regionale Arbeitsmarktpolitik Chefsache. „Die Arbeit des Eigenbetriebes für Arbeit unterliegt der Kontrolle der Bürger über den direkt gewählten Kreistag, der aus seinen Reihen Mitglieder in den Betriebsausschuss beruft. In den regelmäßig stattfindenden Beratungen dieses Ausschusses informiert der Betriebsleiter zu aktuellen Entwicklungen und neuen Vorhaben. Hinweise aus diesem Gremium fließen in die künftige Arbeit des Eigenbetriebes für Arbeit ein. Dieses Verfahren hat sich bewährt“, schätzt Bannert ein.

Seit über 13 Jahren nutzen wir im Eigenbetrieb für Arbeit die Vorteile einer dezentralen Struktur und erarbeiten maßgeschneiderte Lösungen. So können wir Schwerpunkte bei der Förderung, entsprechend den regionalen und kommunalen Notwendigkeiten, setzen. Ein Beispiel dafür ist der Regionale Arbeitskreis (RAK) des Saalekreises, der seit fast drei Jahren aktiv den Einsatz von ESF-Landesmitteln im Rahmen der regionalen Arbeitsmarktpolitik steuert“, ergänzt Bannert noch.

 

www.kommunale-jobcenter.de

*Eine nachhaltige Integration gemäß den Kennzahlen nach § 48a SGB II liegt vor, wenn eine Person eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt und zwölf Monate später ebenfalls sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Die Person muss allerdings innerhalb dieses Jahres nicht durchgehend beschäftigt gewesen sein. Auch muss das ursprüngliche Beschäftigungsverhältnis nicht mit dem zwölf Monate später beobachteten identisch.

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