Pressemitteilung Nr. 021/2019 vom 14.08.2019

Stark. Sozial. Vor Ort.

 

Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis beteiligt sich

an der bundesweiten Aktionswoche

Der Eigenbetrieb für Arbeit gehört zu den bundesweit 104 Landkreisen und kreisfreien Städte, die ein Jobcenter in kommunaler Trägerschaft betreiben. Um die Arbeit und Leistungsfähigkeit der kommunalen Jobcenter in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken, findet erstmals eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto „Stark. Sozial. Vor Ort.“ statt. „Wir nutzen diese Gelegenheit gern, um über unsere vielfältigen Dienstleistungen zu informieren“, erläutert der Betriebsleiter, Dr. Gert Kuhnert. Die kommunalen Jobcenter sind Teil des Landkreises. Sie agieren „Stark. Sozial. Vor Ort.“:

 

Stark

  • alle Leistungen aus einer Hand
  • kontinuierlich gute Ergebnisse
  • aktive Mitarbeit in regionalen Arbeitskreisen und stetiger Austausch mit Politik und Wirtschaft
  • Transparenz der Ziele, Prozesse und Ergebnisse durch direkte Anbindung an den Kreistag

Sozial

  • individuell in der Lösungsfindung
  • zielgruppenspezifische Ausschreibung und Initiierung von Projekten und Programmen
  • direkte Hilfen beispielsweise bei Verschuldung, Sucht, psychosozialen Problemen und Wohnungsnot

Vor Ort

  • kurze Wege aufgrund lokaler Verortung
  • Teil der kommunalen Netzwerke (regional und überregional)
  • Vermittlung in den lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
  • regionale Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik: Bedarfe erkennen und Lösungen entwickeln
  • Bürgernähe

 

Was zeichnet den Eigenbetrieb für Arbeit aus Dr. Kuhnert?

 

Die Zahl der Bezieher von Hartz IV-Leistungen hat in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Waren es im Juli 2014 noch 15.654 erwerbsfähige Leistungsbezieher, so sind es im aktuellen Berichtsmonat noch 10.309. Das sind über 5.300 Frauen und Männer weniger in nur 5 Jahren.

Viele Faktoren haben diese Entwicklung gestützt. Die gute wirtschaftliche Entwicklung und der Mindestlohn schlagen hier zu Buche. Das allein ist es aber nicht. Wir stellen regelmäßig unsere Abläufe auf dem Prüfstand und arbeiten an deren Optimierung. So hat beispielsweise die Einführung der sogenannten e-Akte im letzten Jahr vieles vereinfacht.

Wir analysieren die Struktur der Arbeitsuchenden und konzipieren genau auf die erkannten Bedarfe zugeschnittene zielgruppenspezifische Maßnahmen. Dies wird in einer jährlichen Bildungszielplanung festgehalten, die als Rahmen fungiert und uns zugleich die notwendige Flexibilität lässt.

Unser Vorteil: Wir schreiben die Maßnahmen selbst aus. Damit können wir auch kurzfristig auf Bedarfe reagieren. Der Betriebsausschuss, als beschließender Ausschuss des Kreistages, ist hier regelmäßig einbezogen.

Der Regionale Arbeitskreis des Saalekreises, bestehend aus Vertretern der Kammern, der Wohlfahrtsverbände, der Gewerkschaft, der Agentur für Arbeit und des Jobcenters, initiiert Projekte, die unser Portfolio ergänzen. Von 2015 bis 2022 fließen dafür zusätzlich knapp 13,9 Millionen Euro ESF-Mittel seitens des Landes, 570.000 Euro des Landkreises und knapp 1,5 Millionen Euro des Eigenbetriebes für Arbeit. Im Rahmen von langfristigen Unterstützungsangeboten mit einer intensiven sozialpäda­gogischen Betreuung bzw. Coaching, werden die Teilnehmer/-innen Stück für Stück wieder an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt herangeführt. Das ist gelebte regionale Arbeitsmarktpolitik, die wir benötigen, um Arbeitskräfte auf ihrem Weg zurück ins Erwerbsleben zu unterstützen. Es werden über 2.100 Einwohner/-innen des Saalekreises erreicht.

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