Pressemitteilung Nr. 028/2019 vom 02.12.2019

NEU: Spezielle Präventions- und Gesundheitsförderung für Erwerbslose

Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis wird künftig den Focus auf eine stärkere Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung legen.

Ab 2020 beteiligt sich der Eigenbetrieb für Arbeit-Jobcenter Saalekreis am bundesweiten Projekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“. Ziel ist es, die Gesundheit von Langzeitarbeitslosen zu stärken, da lange Phasen der Arbeitslosigkeit Einfluss auf die Gesundheit haben können und damit die berufliche Eingliederung erschweren.

Die Landesvereinigung für Gesundheit (LVG) Sachsen-Anhalt e.V. wurde von der IKK gesund plus, welche federführend für die Umsetzung des Schwerpunktthema „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ seitens der Gesetzlichen Krankenkassen/-verbände in Sachsen-Anhalt zuständig ist, mit dem Projektmanagement beauftragt. Die LVG hat unter anderem die Aufgabe, regionale Netzwerke zur Gesundheitsförderung erwerbsloser Menschen aufzubauen.

„Der Eigenbetrieb für Arbeit ist nun auch Partner in diesem Projekt. Es gilt, spezielle Angebote für unsere Kunden zu entwickeln, die im nächsten Jahr zum Einsatz kommen. Themen, wie beispielsweise Bewegungstherapien, gesunde Lebensführung oder Ernährungsberatung werden dabei eine Rolle spielen. In Vorbereitung der Projektumsetzung eignen sich mehrere Mitarbeiter aus unserem Haus das entsprechende Wissen an, um künftig unsere Kunden zusätzlich gesundheitsorientiert beraten zu können, wenn dies notwendig erscheint“, berichtet Dr. Frank Reinboth, Fachabteilungsleiter Eingliederung, der als Projektleiter wirkt.

„Die gesundheitliche Verfassung unserer Kunden ist für eine erfolgreiche und nachhaltige Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt von entscheidender Bedeutung. Wir wissen: Längere Arbeitslosigkeit kann krank machen. Bei vielen Betroffenen fallen die Tagestrukturen weg, sie verlieren oftmals ihre sozialen Kontakte. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten schwindet. Das wollen wir möglichst verhindern, indem wir Gesundheitsangebote unterbreiten, welche die Lebensqualität wieder verbessern, die individuelle Leistungsfähigkeit erhöhen und in der Folge die sozialen Teilhabechancen verbessern“, erläutert der Betriebsleiter des Eigenbetriebs, Herr Dr. Gert Kuhnert, den neuen Ansatz.

Hintergrund

Das am 25.07.2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz legt einen besonderen Schwerpunkt auf Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten (Settings). Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen zusammen noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen aktiv auf Menschen in verschiedenen Lebenslagen zugehen. Ein Kernziel ist es, die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern. Dies geschieht bundesweit im Kooperationsprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“. In Sachsen-Anhalt beteiligen sich die Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg, Agentur für Arbeit Sangerhausen und die Jobcenter Magdeburg, Mansfeld-Südharz, Dessau-Roßlau, Jerichower Land und Wittenberg sowie die kommunalen Jobcenter Altmarkkreis Salzwedel, Anhalt-Bitterfeld, Harz, Burgenlandkreis und Saalekreis. Gemeinsam mit der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V., die das Vorhaben koordiniert, wird an der Verbesserung des Gesundheitsverhaltens, der sozialen Teilhabechance, der Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit sowie an der Steigerung der subjektiven Lebenszufriedenheit der Betroffenen gearbeitet. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist über eine Beauftragung durch den GKV-Spitzenverband (gemäß § 20a Absätze 3 und 4 Sozialgesetzbuch V) in die Koordination, Evaluation und Umsetzungsunterstützung dieser Projekte eingebunden.

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