Arbeitslosengeld II

Das Arbeitslosengeld II umfasst dieantrag 450735

Die individuelle Höhe der Leistungen wird durch eine Berechnung ermittelt, bei der man den Bedarf dem Einkommen gegenüberstellt.

Jeder Arbeitslosengeld II-Empfänger unterliegt der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungspflicht. Das bedeutet, dass entsprechende Beiträge an die Sozialversicherungsträger (Kranken- und Pflegekasse) abgeführt werden.
Die Versicherungspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung fällt ab dem 01.01.2011 weg. Leistungszeiträume ab dem 01.01.2011 werden jedoch als Anrechnungszeiträume an den zuständigen Rentenversicherungsträger gemeldet.

Regelbedarfe

Der notwendige Lebensunterhalt umfasst die Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Unterkunft, Heizung, Hausrat und sonstige Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Bis auf die Bedarfe für Unterkunft und Heizung ist der notwendige Lebensunterhalt pauschal in den Regelbedarfen festgesetzt. In Abhängigkeit des Alters ergeben sich folgende Regelbedarfe:

SGB II ab
01.01.2018

Regelbedarf für Alleinstehende, Alleinerziehende oder Leistungsberechtigte, deren Partner minderjährig ist.

416 €

Regelbedarf für volljährige Partner der Bedarfsgemeinschaft

374 €

Regelbedarf für sonstige erwerbsfähige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft
(erwachsene Kinder der Bedarfsgemeinschaft zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr)

332 €

Regelbedarf für sonstige erwerbsfähige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft unter 18 Jahre und für Leistungsberechtigte im 15. Lebensjahr

316 €

Regelbedarf für Kinder vom Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres

296 €

für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres

240 €

Aufgrund der pauschalierten Festsetzung sind nicht nur die Bedarfe die jeden Monat sondern auch diejenigen, die nur in größeren Zeitabständen anfallen (Ersatzbeschaffung Möbel und Bekleidung) darin enthalten.  Für diese Bedarfe müssen Ansparungen vorgenommen werden.

Mehrbedarfe

Neben dem notwendigen Lebensunterhalt können auch noch Mehrbedarfe bei Vorliegen der folgenden Voraussetzungen gewährt werden. 

      • Schwangerschaft
      • Alleinerziehung
      • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
      • Kostenaufwändige Ernährung
      • unabweisbare, laufende besondere Bedarfe in Härtefällen
      • Warmwasser

Kosten der Unterkunft

Unterkunftskosten werden in tatsächlicher Höhe übernommen, soweit sie angemessen sind.
a) Kosten für Mietwohnung (Grundmiete und kalte Betriebskosten)
b) Kosten eines Eigenheimes/einer Eigentumswohnung, zum Beispiel

      • Grundsteuer
      • Wasserkosten
      • Müllentsorgung
      • Gebäudehaftpflicht
      • Zinsen für Hauskredite (Tilgungsleistungen können nicht übernommen werden)

Heizungskosten

Die Heizkosten werden in tatsächlicher jedoch maximal in angemessener Höhe berücksichtigt. Die tatsächlichen Heizkosten sind durch Vorlage der Beitragseinstufungen der Versorgungsunternehmen nachzuweisen.

(Bildquelle: © A.R. / pixelio.de)

Zusätzliche Informationen