• Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 10,5 Prozent
  • Zahl der Ausländer steigt erwartungsgemäß, durch den Übergang der ukrainischen Geflüchteten ins SGB II, an
  • Zahl der Leistungsbezieher liegt dennoch deutlich unter dem Vorjahr

Im Juni betreute der Eigenbetrieb für Arbeit 3.716 Personen, die arbeitslos, erwerbsfähig und hilfebedürftig waren. Das sind 357 weniger (-8,8 Prozent) als im Juni des Vorjahres. Von den aktuell Betreuten sind 1.083 Frauen und Männer 50 Jahre und älter.

Das sind 133 weniger als im letzten Jahr um diese Zeit. Die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahre, die auf der Suche nach einer Ausbildung oder Arbeit waren, umfasste 340 Personen. 123 von ihnen haben einen Hauptschul- beziehungsweise Realschulabschluss. 600 Ausländer sind derzeit ohne eine Beschäftigung. Das sind 63 mehr als im Vormonat. „Die statistischen Daten werden immer zur Monatsmitte, an einem festgelegten Stichtag, erhoben. Deshalb gehe ich aktuell noch von einer sogenannten Untererfassung aus. Erst im Juli wird sich auch statistisch abbilden, wie viele ukrainische Geflüchtete ins SGB II gewechselt sind. Diese Zahl erhöht sich in den nächsten Monaten weiter. Wir sehen aber, dass die Zahl der Ankömmlinge im Saalekreis deutlich rückläufig ist“, berichtet der Betriebsleiter des Eigenbetriebs für Arbeit-Jobcenter Saalekreis, Dr. Gert Kuhnert.

„Der Betreuungswechsel, vom Ausländeramt zum Eigenbetrieb für Arbeit, im Juni, hat gut geklappt. Bei einem Wechsel von fast 900 Personen von einem Tag auf den anderen war das nicht unbedingt erwartbar. Unsere Aktionswoche zum Monatswechsel, mit täglich etwa 120 Einladungen zur Vorsprache, wurde gut angenommen. Der Großteil der zwischenzeitlich eingegangenen Anträge, die bearbeitungsfähig sind, wurde bereits beschieden. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Ich bedanke mich aber auch bei unseren externen Partnern, wie beispielweise den Krankenkassen, die während der Aktionswoche im Haus waren und eine zeitnahe Anmeldung ermöglichten. Ebenso standen die regionalen Beratungseinrichtungen den Geflüchteten bei der Antragstellung unterstützend zur Seite“, resümiert der Betriebsleiter.

„Erste Gespräche im Bereich Eingliederung fanden bereits statt. Fast 40 Berechtigungsscheine, die eine Anmeldung zum Sprachkurs ermöglichen, wurden bereits ausgereicht. 10 Arbeitsaufnahmen können wir jetzt schon verzeichnen, weitere sind für den August bereits angekündigt“, ergänzt er noch.

Leistungsbezieher

Der Eigenbetrieb für Arbeit betreute im Berichtsmonat 6.297 Bedarfsgemeinschaften. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Bedarfs¬gemeinschaften um 739, das sind 10,5 Prozent. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungs¬berechtigten umfasste 7.969 Personen. Des Weiteren erhielten 2.532 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte eine finanzielle Unterstützung. Die Zahl der Personen, die im Saalekreis auf Grund¬sicherungsleistungen angewiesen sind, verringerte sich im Vorjahresvergleich
um 1.076.

Arbeitsmarktpolitik

In Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung befanden sich 202 Frauen und Männer. 14 Personen nehmen gegenwärtig an beruflichen Weiterbildungen teil. Mit Hilfe von Arbeits-gelegenheiten (AGH) wurden 250 Personen auf dem zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt.