Neue Regelung beim Unterhaltsvorschuss - Mehr Unterstützung für Alleinerziehende

 

Neue Regelung beim Unterhaltsvorschuss - Mehr Unterstützung für Alleinerziehende

Was ist das Neue?

Zahlt ein unterhaltspflichtiger Elternteil keinen Unterhalt, drohen häufig finanzielle Probleme. Daher sollen Kinder, nicht wie bisher bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres, sondern bis zur Volljährigkeit, Unterhaltsvorschussleistungen erhalten. Die Bezugsdauer ist bislang auf sechs Jahre begrenzt. Diese Beschränkung entfällt.

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter des Kindes

Alter Unterhaltsvorschuss pro Monat seit Januar 2017
   
Kinder bis zu 5 Jahren 150 Euro
6 bis 11 Jahren 201 Euro
12 bis 17 Jahren 268 Euro (voraussichtlich ab Juli 2017)

Einzige Einschränkung:

12- bis 18-jährige haben nur dann einen Anspruch, wenn sie vom Jobcenter keine Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung) bekommen. Zahlt das Jobcenter für das Kind, besteht der Anspruch auf den Vorschuss nur, wenn der alleinerziehende Elternteil ein Einkommen von mindestens 600 Euro brutto monatlich erzielt und ergänzend aufstockende Leistungen vom Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis erhält.

Was ist zu tun?

„Ich empfehle den Leistungsbeziehern, die von uns bereits Post bekommen haben, eine zeitnahe Beratung beim Jugendamt des Landkreises Saalekreis, um eventuelle Nachteile wegen verspäteter Antragstellung zu vermeiden. Eine Temin­vereinbarung ist wochentags in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr, unter der Rufnummer 03461/401558, möglich“, rät Anja Vögele, Fachabteilungsleiterin Leistung im Jobcenter Saalekreis. „Die gesetzliche Änderung zum Unterhaltsvorschuss bedarf noch der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt. Damit rechne ich in den nächsten Tagen. Sie soll rückwirkend ab 1. Juli 2017 in Kraft treten“, ergänzt Vögele noch.

 

Neue Regelung beim Unterhaltsvorschuss ab 1. Juli 2017

Neue Regelung beim Unterhaltsvorschuss ab 1. Juli 2017

Durch eine Ausweitung des Unterhaltsvorschusses sollen Alleinerziehende und ihre Kinder besser unterstützt werden. Ab 1. Juli 2017 entfallen beispielsweise die Altersbegrenzung bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres und die Bezugsdauer von maximal 72 Monaten. Diese Gesetzesänderung kann sich auf den Hartz-IV Leistungsbezug auswirken.

„Der Unterhaltsvorschuss ist eine vorrangige Leistung, welche als Einkommen des Kindes zu berücksichtigen ist. Deshalb verschicken wir ab der ersten Maiwoche an Alleinerziehende im Grundsicherungsbezug ein Informationsschreiben, in welchem wir auf Neuerungen ab 1. Juli 2017 hinweisen“, berichtet Anja Vögele, Fachabteilungsleiterin Leistung im Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis. „Zuständig für die Antragstellung und Gewährung des Unterhaltsvorschusses ist das Jugendamt des Landkreises Saalekreis. Zur Antragstellung dort sollte ein Termin, wochentags in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter der Rufnummer 03461/401558, vereinbart werden. Wünschenswert wäre, dass eine zügige Antragstellung bis zum 31. Mai 2017 erfolgt. Für alleinerziehende Eltern im Grundsicherungsbezug, die zwischenzeitlich wieder in einer neuen Partnerschaft leben, kann diese Rechtsänderung ebenfalls Auswirkungen haben. Sie sollten auch, unabhängig von einer Aufforderung des Eigenbetriebs für Arbeit, ihre Ansprüche vom Jugendamt prüfen lassen“, ergänzt Vögele noch.

Weiterführende Informationen zum Thema unter:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/unterhaltsvorschuss/der-unterhaltsvorschuss/73558?view=DEFAULT

Antrag auf Ortsabwesenheit

Der Antrag auf Ortsabwesenheit kann jetzt auch per E-Mail gestellt werden. Weiterführende Informationen und den Antrag finden Sie hier.

Kundencenter erweitert seinen Service

Kundencenter erweitert seinen Service

Im Kundencenter des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis gab es bisher die Möglichkeit zur Klärung von Anliegen im persönlichen Gespräch oder per Telefon. „Als neuen Service bieten wir jetzt auch den direkten E-Mail Kontakt an. Auf unserer Startseite www.efa-sk.de gibt es den Button Kundencenter. Mittels Kontaktformular können unsere Kunden jetzt auch mit uns auf elektronischem Weg korrespondieren“, informiert Susanne Radau, die zuständige Teamleiterin. „Damit wir schnell auf die eingehende „Post“ reagieren können, ist es wichtig, dass das konkrete Anliegen formuliert und auch die Nummer der Bedarfsgemeinschaft angegeben wird. Beispielsweise für Mitteilungen zu Veränderungen in den persönlichen Verhältnissen oder Terminabsagen, kann dieser Kommunikationsweg ab sofort genutzt werden“, ergänzt Radau. 

Zusätzliche Informationen