Pressemitteilung Nr. 001/2016 vom 07.01.2016

Entwicklungen im Eigenbetrieb für Arbeit - Jobcenter Saalekreis im Dezember 2015

  • Wetter stützt die gute Entwicklung
  • Mindestlohn senkt die Zahl der Aufstocker
  • 1.145 Grundsicherungsbezieher weniger als vor einem Jahr
  • 2.119 Frauen und Männer fanden im Jahresverlauf eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt

Der Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis betreute im Berichtsmonat 6.652 Personen, die arbeitslos, erwerbsfähig und hilfebedürftig waren und damit 70 weniger als im Vormonat. „Das war nicht unbedingt zu erwarten, denn jahreszeitlich bedingt, steigen die Arbeitslosenzahlen am Jahresende. Das außergewöhnlich warme Wetter bis weit in den Dezember hinein hat die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt gestützt, wie sich zeigt“, kommentiert der Betriebsleiter des Eigenbetriebes für Arbeit – Jobcenter Saalekreis, Dr. Gert Kuhnert, die aktuelle Situation.

Von den aktuell Betreuten sind 2.257 Frauen und Männer 50 Jahre und älter. 448 junge Arbeitslose unter 25 Jahre waren auf der Suche nach einer Ausbildung oder Arbeit. Die arbeitslosen Alleinerziehenden umfassen derzeit 739 Frauen und 66 Männer.

Im Jahresverlauf wurden dem Arbeitgeberservice des Eigenbetriebes für Arbeit 765 Angebote zur Besetzung von Arbeitsstellen übergeben.

Gesucht werden momentan u. a. Mitarbeiter für den Einsatz im Bereich Lager/Logistik, in Call Centern, im Handel und im Dienstleistungssektor. Einen guten Überblick über die derzeitigen Angebote erhalten Arbeitsuchende unter www.efa-sk.de/web/stellenangebote/arbeitsstellen. „Die Möglichkeit zur Stellenanfrage per E-Mail hat sich gut etabliert. Durchschnittlich 45 Anfragen erreichen uns monatlich auf diesem Weg“, zeigt sich Kuhnert zufrieden. „Dennoch sehen wir diese Möglichkeit der Eigenbemühungen für ausbaufähig an. Für Kunden, die zu Hause nicht über einen Internetanschluss verfügen, haben wir zwischenzeitlich in unseren Liegenschaften in Querfurt, Halle und Merseburg Arbeitsplätze bereitgestellt, von denen auf ausgewählte Jobbörsen zugegriffen werden kann“, ergänzt er noch.

Arbeitsmarktpolitik

In Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung befanden sich 349 Frauen und Männer. 131 Personen nehmen gegenwärtig an beruflichen Weiterbildungen teil. „Damit schaffen wir eine wichtige Basis zur Verbesserung der Eingliederungschancen. Immerhin konnten im Jahresverlauf 2.119 Grundsicherungsbezieher auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen“, so Kuhnert.

Mit Hilfe von Arbeitsgelegenheiten (AGH) wurden 546 Personen auf dem zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt.

Leistungsbezieher

Der Eigenbetrieb für Arbeit betreute im Dezember 10.789 Bedarfsgemeinschaften. Dies sind 813 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten umfasste 14.010 Personen. Des Weiteren erhielten 5.052 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Leistungen. Die Zahl der Grundsicherungsbezieher ging binnen eines Jahres um 1.145 Personen zurück.

Die Zahl der Aufstocker, das sind diejenigen Personen, die trotz eigenen Erwerb­seinkommens, eigener Selbständigkeit oder Bezug von Arbeitslosengeld I Anspruch auf zusätzliches Arbeitslosengeld II haben, betrug im Berichtsmonat 5.077 Personen. Das sind 693 weniger als im Dezember 2014. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei denjenigen, die erwerbstätig sind und ergänzend Grundsicherungsleistungen beantragen müssen, da ihre Einkünfte nicht existenzsichernd sind. Ihre Zahl ging binnen Jahresfrist um 566 Personen zurück. „Hier zeigen sich die Effekte der Einführung des Mindestlohnes, dessen bin ich mir sicher“, kommentiert Kuhnert die aktuellen Entwicklungen.

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