Pressemitteilung Nr. 019/2019 vom 24.07.2019

Bildungs- und Teilhabepaket – Jetzt wird’s einfach!

Mitunter lässt es die finanzielle Situation von Familien mit geringem Einkommen nicht zu, dass die Kinder einen Sportverein besuchen, bei gemeinschaftlichen Aktivitäten mitmachen, am Mittagessen in der Schule oder der Kita teilnehmen oder bei Schulausflügen dabei sind. Das Bildungs- und Teilhabepaket hilft diesen Familien. Anspruch darauf haben Kinder und Jugendliche unter 25 Jahre. Für Leistungen zum Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit gilt als Altersgrenze das vollendete 18. Lebensjahr. Ab August 2019 treten einige Änderungen in Kraft.

 

Fragen zu den Neuerungen und zur Umsetzung im Eigenbetrieb für Arbeit-Jobcenter Saalekreis beantwortet die Fachabteilungsleiterin Leistung, Anja Vögele.

Sie sagen: Jetzt wird’s einfach! Was ändert sich genau?

Schulbedarf

Im August 2019 werden automatisch 100 Euro und im Februar 2020   50 Euro für Schulmaterial auf das Konto der Eltern überwiesen. Das sind 50 Euro mehr als bisher. Ab 2021 ist dann eine jährliche Erhöhung vorgesehen.

Mittagessen

Bisher war eine Kostenbeteiligung der Eltern von 1 Euro pro Kind und Tag notwendig. Diese entfällt jetzt. Es gibt für alle anspruchsberechtigten Kinder ein kostenloses Mittagessen in der Schule, der Kita oder der Kindetagespflege. Wir haben alle Essenanbieter, mit denen wir bisher zusammengearbeitet haben, bereits im Juni informiert.

Schülerbeförderung

Mitunter mussten sich Schüler der oberen Jahrgangsstufen an den Transportkosten zur Schule beteiligen. Dies entfällt jetzt.

Teilhabe im sozialen und kulturellen Leben

Eltern erhalten monatlich 15 Euro pauschal. Dafür ist ein aktueller Nachweis der Mitgliedschaft im Verein oder ein entsprechender Zahlungsnachweis, bei der Antragstellung auf Grundsicherungs­leistungen (Hartz IV), vorzulegen. Die 270 Vereine, mit denen wir bisher Kontakt hatten, sind informiert.

Lernförderung

Dieses Hilfeangebot greift bei Schülern mit schwachen Leistungen, wenn die Schule den Bedarf bestätigt. Zur Antragstellung benötigen wir neben dem Antrag, die Bestätigung der Notwendigkeit seitens der Schule und das Angebot des Lernanbieters. Förderangebote der Schulen haben weiterhin Vorrang.

Wie setzen Sie diese Änderungen um? Was sollten die Eltern beachten?

Wir haben das Antragsverfahren für die Gewährung von Grundsicherungsleistungen ab August 2019 umgestellt. Schon bei der Antragstellung dieser Leistung wird jetzt geklärt, ob das Bildungspaket zum Tragen kommen kann. „Jetzt wird`s also einfach“, um bei unserem Motto zu bleiben. Aktuell informieren wir bereits unsere Kunden zu den Neuerungen. Vom 19. bis 23. August 2019 führen wir eine zusätzliche Aktionswoche durch.

Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Am 19. August besteht in unserer Geschäftsstelle in Halle die Möglichkeit, sich in der Zeit von 8.00 bis 12.00 Uhr beraten zu lassen. Unseren Stand im Foyer sollte man finden. Am 20. und 22. August gibt es dieses Angebot in Merseburg, im Erdgeschoss unserer Niederlassung. Hier werden weitere Partner, wie Kreisvolkshochschule, Musikschule und Schulsozialarbeiter informieren. Und am 23. August ist dann Querfurt dran. Im Moment profitieren 3.390 Kinder, deren Eltern Grundsicherungsleistungen beziehen, vom Bildungspaket. Es könnten mehr sein. Da ist noch Luft nach oben. Mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit werden wir vorab dieses zusätzliche Angebot bewerben.

Unser erklärtes Ziel ist es, das so viele Familien wie möglich vom Bildungspaket profitieren.

Zusätzliche Informationen