Am 01. August 2019 trat das Starke-Familien-Gesetz in Kraft.

Über die wichtigsten Änderungen möchten wir Sie kurz informieren, bitte beachten Sie dazu auch unseren aktuellen Flyer:

Erhöhung der Schulbeihilfe auf 150 Euro

Der Zuschuss zum Kauf von Schulmaterialen (Hefte, Stifte, Taschenrechner, Turnbeutel etc.) wurde von 100 Euro auf 150 Euro jährlich erhöht. Schülerinnen und Schüler erhalten damit 100 Euro im August und 50 Euro im Februar. In der Regel wird der Betrag mit der Monatsleistung (also Ende Juli/Ende Januar) auf Ihr Konto überwiesen.

Die Kosten für das Mittagessen werden in voller Höhe übernommen.

Einen Eigenanteil müssen die Eltern nicht mehr zahlen.

Erhöhung der Teilhabeleistung

Kindern unter 18 Jahren stehen pauschal 15 Euro monatlich für den Sportverein, den Musikunterricht, die Teilnahme an der Feuerwehrfreizeit oder den Ferienspielen zur Verfügung, wenn Sie dafür eine Gebühr zahlen müssen.

Die 15 Euro werden an die Familie überwiesen, die dann die Kosten an den Anbieter zahlt.

Die Antragstellung erfolgt nun automatisch mit der Beantragung von Grundsicherungsleistungen (Hartz IV). Bürokratische Hürden wurden abgebaut. Für Familien, die bereits Leistungen nach dem SGB II erhalten, ist ein gesonderter Antrag nur für die Übernahme der Nachhilfekosten erforderlich.

Alle anderen Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets beantragen Sie schon mit Ihrem Weiterbewilligungsantrag. Das bedeutet, dass Sie uns einfach erklären müssen, was Ihr Kind aus dem Paket benötigt, wenn z. B. ein Schulausflug ansteht oder Ihr Kind zum Musikunterricht gehen möchte.

Dazu können Sie weiterhin unsere Antragsformulare verwenden, uns aber u. a. auch eine Mitgliedsbescheinigung vorlegen. Denn wir werden weiterhin verschiedene Angaben oder Nachweise benötigen, bevor wir das Geld überweisen können.

Lassen Sie sich von uns zu den Möglichkeiten des Bildungspaketes in den Geschäftsstellen des Eigenbetriebes für Arbeit-Jobcenter Saalekreis (in Querfurt, in Halle und in Merseburg) beraten. Sie erreichen uns auch über unser Kontaktformular.

Seit 2011 werden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe berücksichtigt.

Hierzu zählt auch die Übernahme von Kosten für die soziale und kulturelle Teilhabe, also den Vereinsbeitrag, die Musikschulgebühren oder die Ferienfreizeit.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) oder Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.

Mit der Zahlung dieser Leistung soll den Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, im Sportverein aktiv zu sein, ein Instrument in der Musikschule zu spielen, an einer Ferienfreizeit teilzunehmen oder vieles mehr. Dazu steht ein Betrag in Höhe von 15 Euro monatlich zur Verfügung, der je nach Interesse eingesetzt werden kann:

  • Mitgliedsbeiträge aus den Bereichen Sport, Spiel und Kultur, wie z. B. Fußballverein oder Ballettunterricht und vieles mehr.
  • Unterricht in künstlerischen Fächern, wie z. B. Musikunterricht außerhalb der Schule (Flöte, Geige, Gitarre und vieles mehr).
  • Angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung, wie z. B. ein geführter Museumsbesuch oder ein Malkurs und vieles mehr.
  • Die Teilnahme an einer Ferienfreizeit, wie z. B. eine Feuerwehrfreizeit oder ein mehrtägiges Theaterprojekt.

Hat sich Ihr Kind bereits entschieden, ob es in einem Sportverein aktiv sein möchte, ein Instrument spielen oder an einer Ferienfreizeit teilnehmen möchte? Dann füllen Sie bitte die Anlage „Bildung und Teilhabe“ aus. Als Nachweis über die Teilnahme bzw. Mitgliedschaft reichen Sie bitte die Bestätigung vom Verein oder den Nachweis über die aktuellste Zahlung des Vereinsbeitrages beim Eigenbetrieb für Arbeit ein.

Kindern unter 18 Jahren stehen pauschal 15 Euro monatlich (statt bisher maximal 10 Euro) für den Sportverein, den Musikunterricht, die Teilnahme an der Feuerwehrfreizeit oder den Ferienspielen zur Verfügung, wenn Sie dafür ein Vereinsbeitrag zahlen müssen.

Der pauschale Betrag in Höhe von 15 Euro wird Ihnen monatlich zusammen mit den Leistungen zur Grundsicherung auf Ihr angegebenes Konto überwiesen.

Ihren konkreten Vereinsbeitrag/Gebühr zahlen Sie dann direkt an den Verein.

 

Seit 2011 werden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe berücksichtigt. Hierzu zählt auch die Übernahme der Kosten für das gemeinsame Mittagessen in Kindergarten und Schule.

Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler

  • die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • die keine Ausbildungsvergütung erhalten,
  • die jünger als 25 Jahre sind
  • die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII), Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.

Möchte Ihr Kind am gemeinsamen Mittagessen im Kindergarten (KiTa) oder in schulischer Verantwortung teilnehmen?

Für die Teilnahme an der Mittagsverpflegung reichen Sie uns bitte den Vertrag mit dem Essensversorger (z. B. Gemeinde, Caterer etc.) ein und füllen die Anlage Bildung und Teilhabe aus.

Bei Bewilligung der Leistung wird der komplette Beitrag für das Mittagessen direkt auf das angegebene Konto des Trägers (z.B. Stadtkasse) überwiesen. Einen Eigenanteil müssen Sie seit dem 01.08.2019 nicht mehr zahlen.

Seit 2011 werden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe berücksichtigt.

Hierzu zählt auch eine zusätzliche außerschulische Nachhilfe/Lernförderung.

Schülerinnen und Schüler, die

  • die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • die keine Ausbildungsvergütung erhalten,
  • die jünger als 25 Jahre sind
  • die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII), Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.

Manchmal haben Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten, die Lerninhalte in einem Fach zu begreifen und schon ist die Note in der Klassenarbeit entsprechend schlecht ausgefallen. Besteht die Leistungsschwäche weiterhin, ist es denkbar, dass auch bald die Zeugnisnote nicht mehr ausreichend ist. Das muss nicht sein, denn es gibt die Möglichkeit, die Kostenübernahme für eine Nachhilfe zu beantragen, um an der Lernschwäche aktiv und mit geeigneter Unterstützung zu arbeiten.

Voraussetzung ist, dass die Schule den Förderbedarf bestätigt, eine Nachhilfe empfiehlt und keine vergleichbaren schulischen Angebote bestehen oder diese nicht ausreichen.

Förderfähig ist der Nachhilfeunterricht in drei Unterrichtsfächern für jeweils drei Stunden pro Woche. Nicht übernahmefähig sind dagegen die Kosten für die Fahrt zur Nachhilfe.

Spätestens, wenn die Note im Zeugnis unerfreulich ausgefallen ist (4, 5 oder 6), sollte ein Antrag auf Kostenübernahme für eine Nachhilfe gestellt werden.

Seit 2011 werden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe berücksichtigt.

Hierzu zählt auch der Beitrag zum persönlichen Schulbedarf.

Schülerinnen und Schüler, die

  • die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • die keine Ausbildungsvergütung erhalten,
  • die jünger als 25 Jahre sind
  • die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII), Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.

Diese Leistung erhalten Schülerinnen und Schüler als Pauschalbetrag zum Einkaufen der benötigten Dinge zu Beginn eines Schulhalbjahres. Dazu gehören neben dem Ranzen auch Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien, wie z.B. Arbeitshefte, Füller, Malstifte, Zirkel, Geodreieck und Radiergummi.

Wie hoch ist die Leistung Zweimal im Jahr, zum Beginn eines Schulhalbjahres wird diese Leistung als Pauschale ausgezahlt.

Die Auszahlung erfolgt zum 1. August in Höhe von 100 Euro (ab 2021 sind es 103 Euro) und zum 1. Februar in Höhe von 50 Euro (ab 2021 sind es 51,50 Euro) auf Ihr Konto.

Für Schülerinnen und Schüler, die bereits laufende Leistungen nach dem SGB II erhalten, ist kein zusätzlicher Antrag erforderlich. Wer SGB II Leistungen bezieht, erhält für seine vollzeitschulpflichtigen Kinder die Leistung automatisch, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn Sie Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, können Sie die Auszahlung des Schulbedarfs beim zuständigen Sozialamt beantragen.

Seit 2011 werden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neben ihrem monatlichen Regelbedarf Leistungen für Bildung und Teilhabe berücksichtigt. 

Hierzu zählt auch die Kostenübernahme für die Schülerbeförderung.

Schülerinnen und Schüler, die

  • ihre Vollzeitschulpflicht bereits erfüllt haben,
  • eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen,
  • für den Weg zur nächstgelegenen Schule des gewählten Bildungsgangs öffentliche Verkehrsmittel (Bus oder Bahn) benutzen müssen,
  • keine Ausbildungsvergütung erhalten,
  • jünger als 25 Jahre sind,
  • Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII), Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten.

Hat die Schülerin oder der Schüler die Vollzeitschulpflicht bereits erfüllt (10 Schuljahre) und ist zum Besuch der Schule auf den Bus oder die Bahn angewiesen, können die Schülerbeförderungskosten übernommen werden.

In diesen Fällen sind die Kosten für die Fahrkarte zunächst durch die Eltern zu zahlen. Durch den Landkreis erfolgt bei der entsprechenden Beantragung des Fahrtkostenzuschuss die Erstattung der Kosten für die Fahrkarte an die Eltern. Die Kosten für die Fahrkarte werden nach der geltenden Satzung nur ab einem Betrag von 100 Euro (Eigenanteil der Eltern) erstattet

Die Abrechnung der Kosten gegenüber dem Landkreis erfolgt in der Regel nach Ende des Schuljahres.